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Palmen und ein grandioser Ausblick: Franz Ostler wird voraussichtlich kurz vor Weihnachten heimkehren. 

Mittenwalder Jungspund auf großer Reise

Mit der Ziach in Australien

Es ist das erste richtige Abenteuer für den jungen Mittenwalder Franz Ostler (Groana). Der 19-Jährige hat seinen größten Traum verwirklicht: mit der Ziehorgel und der Krachledernen loszuziehen und musikalisch die Welt zu entdecken. Nun verschlug es den Jungspund nach Australien.

Mittenwald - Es ist erst das zweite Mal, dass er alleine unterwegs ist. Aufgeregt war er schon, gesteht er. Doch diese Reise zum fünften Kontinent „ist genau das, was ich immer wollte“. Franz Ostler sitzt in Australien auf der sonnigen Terrasse des Hauses der beiden ausgewanderten Deutschen Barbara und Klaus Lutze. Sein Blick wandert über die Glass House Mountains. „Ein wunderschöner Ausblick“, schwärmt er. Hier in in der Nähe der Ortschaft Maleny, im Herzen von Queensland an der Ostküste Australiens, hat seine Gastfamilie das deutsche Wirtshaus König Ludwigs German Restaurant. Vor wenigen Tagen ist er auf dem Kontinent gelandet, hat sein Zimmer über dem Lokal bezogen und wird hier nun für mindestens vier Monate mit seiner Ziehorgel Musik machen.

Kennengelernt hat er die Gastfamilie in Mittenwald, wo Ostlers Papa Franz den Metzger-Imbiss im alten Rathaus betreibt. „Die Lutzes suchten für ihr Gasthaus einen Harmonikaspieler“, erinnert sich der Mittenwalder an die ersten Gespräche mit den Wahl-Australiern. Eine Chance, die sich der junge Isartaler nicht entgehen lassen wollte. Schon vergangenes Jahr im August war er für drei Monate auf einer Sprachreise in Eastborne, England. Holte sich dort bereits seine ersten Auslands-Erfahrungen. Doch dass es ihn innerhalb so kurzer Zeit gleich auf die andere Seite der Erdkugel verschlägt, glaubte er damals noch nicht.

Die Vorbereitungen für seinen Trip waren rückblickend „doch recht kompliziert“. Als Erstes stellte sich natürlich die Frage, „wie die Harmonikas im Flugzeug transportiert werden könnten“. Hätte er nur eine dabei gehabt, wäre das kein Problem gewesen, und sie hätte im Handgepäckfach ihren Platz gefunden. Für den Zeitraum von vier Monaten sind allerdings schon zwei vonnöten. „Ich hab’ mir einfach einen Flightcase in einem Tiroler Musikgeschäft besorgt und sie als normales Gepäck aufgegeben.“ Der Rest war dann einfach: „Nur mehr die Lederhosen und a paar Hemden in den Koffer und fertig.“ Beide Ziehorgeln haben den Flug letztlich „schadenfrei überstanden“, was für den 19-Jährigen das Wichtigste war.

Jetzt begeistert er von Mittwoch bis Sonntag mit seiner Ziach die Australier. „Ihnen gefällt die Musik sehr gut“, erzählt der Isartaler. Die recht offenen Inselbewohner haben den Mittenwalder sofort ins Herz geschlossen: „Es sind alles sehr nette Leute.“ Sie ist zwar ungewohnt, doch Ostler taugt die Mentalität der „Aussies“: „Wenn man jemanden von ihnen trifft, ist es, als stünde dein bester Freund gegenüber.“ Die beiden Ruhetage Montag und Dienstag nutzt er deshalb auch, um Land und Leute besser kennenzulernen. „Da mache ich mit der Gastfamilie Ausflüge wie zur Sunshine Coast oder in den Nationalpark in Noosa.“ Natürlich gehören als gestandener Bayer auch Bergsteigen und Radltouren dazu. Heimkehren wird der Mittenwalder voraussichtlich kurz vor Weihnachten.

Josef Hornsteiner

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