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Im Gespräch: Dienststellenleiter Andreas Nieß (l.) und Polizeipräsident Robert Kopp.

Zwei neue Beamten verstärken die Inspektion

Mittenwalder Polizei macht gute Erfahrungen mit Probebetrieb

Häufiger auf der Straße, seltener im Büro: Die neuen Öffnungszeiten der Dienststelle machen sich bemerkbar - im positiven Sinne. So sieht das Polizeipräsident Robert Kopp. 

Mittenwald – Die Testphase läuft auf vollen Touren. Vor neun Monaten wurde bei der Mittenwalder Polizei der Probebetrieb eingeführt und in diesem Zuge die Öffnungszeiten der Dienststelle geändert. Jetzt statteten Robert Kopp, Chef des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, und dessen Vize Harald Pickert den Beamten in der Marktgemeinde einen Besuch ab – und zogen ein positives Fazit.

Auf dem Programm standen Gespräche mit dem Dienststellenleiter, Oberkommissar Andreas Nieß, und dessen Mitarbeitern. Dabei ging es insbesondere um den Probebetrieb, der Anfang Januar eingeführt worden war. Seither arbeitet man in der Dienstelle an meistens fünf Tagen in der Woche zur Nachtzeit von 20 bis 7 Uhr, künftig sogar von 19 bis 7 Uhr, mit einer lageorientierten Beschränkung des Publikumsverkehrs. So heißt es in der Dienstsprache. Das bedeutet, dass die Wache der Inspektion während der Nachtstunden zeitweise unbesetzt bleibt. Der Streifendienst und Einsätze werden auch in dieser Zeit ständig absolviert. Für Bürger besteht die Möglichkeit, bei Bedarf am Gebäudeeingang über eine Klingel direkt mit der Einsatzzentrale in Kontakt zu treten. Das Personal dort leitet dann die notwendigen Schritte ein.

Besonders die Akzeptanz seitens der Bevölkerung sowie der kommunalen Mandatsträgern aus der Politik freut und bestätigt die Polizei, die viel Zuspruch für ihre „Probezeit“ bekommt. „Bislang läuft der Dienstbetrieb in der Testphase so, wie wir das geplant und uns gewünscht haben“, betont Kopp. „In keinem einzigen Fall erhielt jemand nicht die notwendige Hilfe von der Polizei.“ Für die Bürger hat sich nicht viel geändert, sie können trotzdem jederzeit die Beamten um Hilfe bitten. Der Präsident sieht einen deutlichen Vorteil von den neuen Abläufen: „Wir konnten unsere sichtbare Präsenz auf der Straße im vergangenen dreiviertel Jahr tatsächlich temporär erhöhen.“

Darauf reagierte Dienststellenleiter Andreas Nieß und kündigte deshalb für die restlichen Monate der Testphase an, dass die angepassten Öffnungszeiten ab sofort an allen Wochentagen eingeführt werden. Letzte technische „Kinderkrankheiten“ – damit meinte er Probleme am Schließsystem der Dienststelle – konnten inzwischen behoben werden. Neben dem guten Fazit dürfen sich Nieß und die Kollegen der Inspektion über noch etwas freuen. Seit Freitag wird die Dienstelle von zwei Neuzugängen, beides junge Beamte, personell verstärkt.

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