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Mittenwald macht große Sprünge

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Hoch hinaus geht’s für den zwölfjährigen Luis Pfeffer bei seinem „Whip“ über die Rampe auf dem Bike-Park in Mittenwald.
Hoch hinaus geht’s für den zwölfjährigen Luis Pfeffer bei seinem „Whip“ über die Rampe. © Wolfgang Kunz

Erst vor einem Jahr gegründet, zählt der Bikeclub Mittenwald bereits 165 Mitglieder. Jetzt eröffnete er seinen Bike-Parcours - ein Vergnügen auf Zeit.

Mittenwald – Sie wissen alle, dass es ein Projekt auf Zeit ist. Trotzdem haben sich die Verantwortlichen des 2021 gegründeten Bikeclubs Mittenwald entschlossen, auf dem Gelände der ehemaligen Hallenbad-Wiese einen Trainingsparcours für ihre Sportler zu bauen. Am Sonntag hat der mittlerweile 165-köpfige BCM – darunter fast 50 Kinder und Jugendliche – das 2200 Quadratmeter große Gelände offiziell eröffnet.

„Das Interesse der Radfraktion ist groß“, betonte Clubchef Heinz Pfeffer. „Wir wollen unter dem Motto ,Spaß am natur- und umweltverträglichen Biken‘ das Freizeitangebot für Mountainbiker, E-Biker, Rennradfahrer und Genussradler fördern.“ Pfeffer betonte neuerdings, dass die Nutzung des 280 Meter langen Rundkurses mit neun überhöhten Kurven, Rollern (Wellen) und Tables (Schanzen) aus versicherungstechnischen Gründen ausschließlich Mitgliedern gestattet sei. Daran schloss sich Pfeffers Lob an die Gemeinde für ihre Bereitschaft, das Grundstück befristet abzugeben, an die Baugeschäfte für die Kies- und Sandspenden sowie Schloss Elmau für die finanzielle Unterstützung und Sternwirtin Petra Musch für das gespendete Grillfleisch.

Zweiter Bürgermeister Georg Seitz würdigte die gezeigte Eigeninitiative des BCM. „Ihr trefft mit diesem Projekt den Nagel auf den Kopf. Obwohl Ihr wisst, dass hier alles begrenzt ist, habt Ihr damit einen weiteren Mosaikstein für die Jugendarbeit in Mittenwald gesetzt.“

Auf den Lorbeeren ausruhen, will sich der Club aber nicht. So sind Workshops und Veranstaltungen zum Thema Fahrtechnik und Sicherheit in Planung. Daneben werden beim Biker-Stammtisch – jeden Mittwoch um 18 Uhr am Dekan-Karl-Platz – Lösungen für ein natur- und umweltfreundliches Biken im Oberen Isartal gesucht. Ferner wird der Nachwuchs von den Trainern Dominik Langrehr (54), Georg Hirschauer (49) und Jürgen Jutzeler (38) betreut. Alle drei brauchen dafür eine Lizenz. Diese muss beim Deutschen Olympischen Sport-Bund (DOSB) erworben und anerkannt werden.

Nach dem „Start frei“ von Heinz Pfeffer gehörte die Anlage der Jugend. Dabei machte Pfeffers Sohn Luis die höchsten Sprünge. Auf seinem Bike zeigte er mit dem „Whip“ als einziger einen Sprung über die Holzrampe. „Dabei muss das hintere Teil des Bikes in der Luft quer stehen“, erklärt der erst Zwölfjährige. Er hat mit sieben Jahren mit dieser Sportart angefangen. Jetzt übt er zwei- bis dreimal die Woche.

Die Eltern und Verwandten konnten derweil von den unter Bäumen aufgestellten Bänken und Tischen aus das sportliche Treiben ihrer Kinder und Enkel verfolgen. Dabei machte das große Interesse bei der Einweihungsfeier den Organisatoren eines mehr als deutlich: Sie haben mit ihrer Idee den Nerv der Biker-Gemeinde im Oberen Isartal getroffen haben. Wolfgang Kunz

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