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Alles im Lot: Dank des Hubschraubers ist nahe der Hochland-Hütte das Holzkreuz nach wenigen Minuten in die richtige Position gebracht.

Operation Kruzifix

Neues Kreuz an der Hochlandhütte: Herrgott wieder am rechten Fleck

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Das neue Bergkreuz an der Hochland-Hütte steht. Mit dem Hubschrauber wurde es in Position gebracht.

Mittenwald – Es ist vollbracht. Im aktuellen Fall bietet sich dieses bekannte und leicht überstrapazierte Bibelzitat geradezu an. Zumal es eine Heimatgeschichte mit einem wirklich guten Ende ist. Auf den Punkt gebracht: Der Herrgott steht unweit der Mittenwalder Hochland-Hütte (1623 Meter) wieder am rechten Fleck.

Die Rede ist vom neuen, schmucken Holzkreuz, das am Mittwoch mit Hilfe moderner Technik und fleißiger Hände in Position gebracht wurde. „Jetzt kann nichts mehr schiefgehen“, sagt Hüttenwirt Stefan Müller erleichtert nach getaner Arbeit.

Geschafft – das Holzkreuz ist eingepasst und mit Gurten fixiert. Darüber freuen sich (v. l.) Hüttenwirt Stefan Müller und seine Helfer Thomas Geberl, Herbert Kleeblatt, Hans Dreßl und Herbert Berger.

Unterstützt haben ihn bei der Operation Kruzifix sein Vorgänger Hans Dreßl sowie Thomas Geberl, Herbert Kleeblatt, Hans Josef und Herbert Berger von der Alpenvereinssektion Hochland. Nicht zu vergessen Hubschrauber-Pilot Andreas.

Nachdem dieser das zweite Mal in dieser Saison die AV-Unterkunft mit Lebensmitteln versorgt hatte, nahm er mit seiner Maschine das 380 Kilogramm schwere Kreuz an den Haken und passte es in das vorgefertigte Loch ein. „Keine drei Minuten hat’s gedauert“, berichtet Müller. Anschließend brachten er und seine Helfer den Herrgott mit Gurten ins Lot und fixierten diese mit „überdimensionalen Zelt-Heringen“, erläutert der Hüttenwirt. „Da ist einer 80 Zentimeter lang.“ Anschließend wurde das an Johanni ausgegrabene 1,20 Meter tiefe Loch wieder verfüllt – fertig.

Der wunderbare Abschluss einer Geschichte, die vermutlich am 10. Dezember 2017 seinen Ursprung genommen hatte. Ein Föhnsturm kappte seinerzeit das alte, unten schon angefaulte Kruzifix. 98 Jahre trotzte es Wind und Wetter. Nun aber lag der ramponierte Herrgott im Schnee. Hüttenwirt Stefan Müller bemerkte den Vorfall, als er drei Tage später dort oben nach dem Rechten sehen wollte. Für den Wallgauer stand fest: Der Christus-Korpus muss repariert werden. So schafften er und sein Sohn Martin den beschädigten, 35 Kilo schweren Heiland Mitte Januar hinunter ins Tal.  Eine Münchner Restauratorin verlieh der Figur wieder alten Glanz. Das neue Kreuz fertigte der Hüttenwirt selbst. Kein Problem für den gelernten Zimmerer.

Eine Woche vor dem Saisonstart (19. Mai) beförderte der Versorgungs-Helikopter nicht nur Essen, Getränke und sonstiges Material hinauf zur Hochland-Hütte, sondern auch Jesus und das Kreuz. Jetzt folgte also das letzte Kapitel – pardon, das vorletzte. Denn am Sonntag,12. August, erhält das Kruzifix natürlich noch den kirchlichen Segen. 

Die Einweihung

des neuen Holzkreuzes findet am Sonntag, 12. August, statt. Die Heilige Messe mit dem Mittenwalder Pfarrer Michael Wehrsdorf beginnt um 13 Uhr an der Hochland-Hütte. Es spielen die Wallgauer Alphorn-Bläser. Bereits ab 11 Uhr stimmt die Andakar-Musi die Besucher ein.

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