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Manuel Huberwill mehr kooperieren. 

Kooperation mit Zugspitz Region

Tourismusverbund Alpenwelt Karwendel: Allein geht nichts mehr

Der Zusammenschluss der Isarorte zur Alpenwelt Karwendel reicht nicht mehr aus, um in der internationalen Marketing-Schlacht der Tourismusregionen bestehen zu können. Jetzt wird mit der nächsthöheren Ebene zusammen gearbeitet: Der Zugspitz Region. Das soll sich auch auf die Gästekarte auswirken.

Oberes Isartal – Alleine geht nichts mehr. Nicht als Gemeinde und mittlerweile nicht einmal mehr als zusammengeschlossene Talschaft. Eine Teilregion nach außen hin tatkräftig zu bewerben, strategisch sinnvoll und werbewirksam mit Marketingmaßnahmen zu platzieren, ist im Alleingang zum touristischen Himmelfahrtskommando geworden. Nicht zuletzt aus diesen Gründen ist vor über sechs Jahren die Alpenwelt Karwendel GmbH ins Leben gerufen worden. Mittenwald, Krün und Wallgau haben seither einen festen Verbund, treten gemeinsam auf, teilen sich Mitarbeiter und Ausgaben.

Doch mittlerweile reicht nicht einmal mehr diese Dreier-Gemeinschaft. Die Alpenwelt Karwendel muss ihre Talschaft noch eine Stufe höher ziehen, da ist sich Manuel Huber, Stellvertetender Chef der Tourismus-GbmH sicher: „Auf Zugspitz-Regions-Ebene.“ Die Kooperation soll das Isartal jetzt bundesweit und sogar international noch intensiver ins Rampenlicht rücken. „Geplant sind gemeinsame Online-Kampagnen, Werbemaßnahmen und Pressearbeit“, erläutert Huber.

Alpenwelt Karwendel: Gästekarte soll erweitert werden.

Auch Isartal-Urlauber mit Gästekarte könnten bald davon profitieren. Das Angebot soll um zubuchbare Leistungen erweitert werden. Bisher gab es beispielsweise für Karteninhaber der Alpenwelt – im Gegensatz zu Gästen aus Garmisch-Partenkirchen – keinen vergünstigten Eintrittspreis in die Partnachklamm. „Da sind wir dran“, sagt Sabrina Blandau. Welche landkreisweiten Leistungen mit der neuen Kooperation einhergehen, „muss noch im Detail ausgearbeitet werden“.

Die Alpenwelt wird sich zudem im Januar 2020 zum ersten Mal dank der Kooperationen mit der Zugspitz Region (ZR) auf der Grünen Woche in Berlin präsentieren. „Ich bin sehr gespannt, da bin ich noch nie gewesen“, sagt Blandau erfreut. Messebesuche wie diese sind früher eher rar gewesen: Zu hohe Kosten, zu wenig Personal. Ähnlich ist es bei Medienauftritten. Da tragen sich die beiden Verbunde Alpenwelt Karwendel und Zugspitz Region nun gegenseitig. „Da mussten wir zuerst noch nachbessern“, räumt Blandau ein. So ist die Zugspitz Region jetzt auch in der Öffentlichkeitsarbeit der Alpenwelt mit Logos und Verlinkungen eingebunden, was davor nicht der Fall war. „Ein wichtiger und richtiger Schritt.“

Inserate werden nicht mehr doppelt geschaltet, Kräfte gebündelt

Hingegen kann sich die Alpenwelt wesentlich größer in der Öffentlichkeit darstellen. Beispielsweise in bundesweiten Werbemaßnahmen in Fachmagazinen, im Internet oder an Plakatwänden. Auch an einer gemeinsamen Campingbroschüre wurde gearbeitet. Das wäre früher ebenfalls nur schwierig zu bewältigen gewesen. Jetzt brauchen die Tourismusverantwortlichen keine Inserate mehr doppelt schalten, sondern bündeln ihre Kräfte. Mit dem Begriff „Zugspitze“ als Zugpferd sollen Urlauber angelockt werden.

Doch trotz aller Vorteile will man das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren: „Wir werden natürlich nur Themen transportieren, die Sinn für uns machen.“ Wie beispielsweise die Teilnahme an dem ZR-Projekt „Inser Hoamat“. Dort werden regionale Handwerker und ihre Produkte werbewirksam beworben und unterstützt. Seit heuer zählen der Wallgauer Künstler Bernhard Rieger und der Werdenfelser Schafwollladen aus Mittenwald zu den zehn neuen Teilnehmern. Im Oktober soll dann die erste Broschüre erscheinen.

joho

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