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Offizielle Amtsübergabe: Andreas Nieß (2. v. r.) folgt Michael Weber (4. v. r.) nach. An diesem Festakt im Offiziersheim nehmen auch (v. l.) der Krüner Bürgermeister Thomas Schwarzenberger, dessen Wallgauer Amtskollege Hansjörg Zahler, Landrat Anton Speer, Marina Weber, Robert Kopp, Chef des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, und der Mittenwalder Bürgermeister Adolf Hornsteiner teil. 

Amtsübergabe in der Inspektion 

Ein kurzes Gastspiel bei der Mittenwalder Polizei

Nun ist es offiziell. Bei einem feierlichen Festakt im Offiziersheim der Bundeswehr verabschiedete sich Mittenwalds Polizeichef Michael Weber in den Ruhestand. Sein Nachfolger (für die nächsten sechs Monate) heißt Andreas Nieß – mit seinen 35 Jahren ist er jetzt der Jüngste in der Isartaler Dienststelle.

Mittenwald – Nach fast 44 Dienstjahren bei der Polizei heißt es Abschied nehmen für Michael Weber. „Ein trauriger Abschied“, wie er mit einem Zitat eines ehemaligen US-Präsidenten seine Rede am Mittwoch beendete. Es sind noch einmal alle versammelt, die in den letzten Jahrzehnten seine Weggefährten waren: Polizeipräsident Robert Kopp, die drei Isartal-Bürgermeister Adolf Hornsteiner, Thomas Schwarzenberger und Hansjörg Zahler, Landrat Anton Speer, die Kollegen der PI Mittenwald (die er über zwölf Jahre „unter sich“ hatte) und natürlich seine Gattin Marina.

In den vergangenen vier Wochen hat sich Nachfolger Andreas Nieß eingearbeitet in die Isartaler Inspektion. Bereits am Samstag steht mit dem Bozner Markt gleich eine der größten Herausforderungen für den Jungspund aus dem Chiemgau an. Doch er ist zuversichtlich: „Die Besucher sollen nicht nur sicher sein, sondern sich auch sicher fühlen“, sagt Nieß. Das bezieht er nicht nur auf das historische Markttreiben vom 5. bis 13. August, sondern auf alle, die sich in dem 200 Quadratkilometer großem Aufgabengebiet im Isartal befinden.

Eines bereitet dem 35-Jährigen allerdings Sorgen. „Es sind sehr viele erfahrene Kollegen in der Mittenwalder Dienststelle.“ Was bedeutet, dass der Altersdurchschnitt der Isartaler Beamten unverhältnismäßig hoch ist, weshalb „die Schichtarbeit nur schwer zu bewerkstelligen ist“. Worte, die hoffentlich beim anwesenden Polizeipräsidenten Robert Kopp Gehör finden. Denn schon länger ist aus Polizeikreisen bekannt, dass zudem die neue Umstrukturierung der Mittenwalder Inspektion den Beamten vor Ort zu schaffen macht.

Landrat Anton Speer freut sich auf die künftige Zusammenarbeit und findet es „schade“, dass diese Kooperation „nur ein halbes Jahr lang“ anhalten wird. Denn für Nieß wird es ein kurzes Gastspiel bis zum 31. Dezember. Schließlich ist das Isartal für den Chiemgauer nur „eine Förderstation“ zur Qualifizierung für „künftige Führungsaufgaben innerhalb der bayerischen Polizei“. Augenzwinkernd meinte Speer deshalb in Richtung des Polizeipräsidenten, ob „das nicht auch länger gehen könnte“.

Auch Adolf Hornsteiner hat Nieß bereits „als tüchtigen und verlässlichen Partner“ kennenlernen dürfen. Mittenwalds Bürgermeister nutzte die Dienststellen-Übergabe für einen kurzen Rückblick auf Webers Dienstzeit. Viel hätten die beiden in den letzten zehn Jahren erlebt – seien es die Demonstrationen beim Pfingsttreffen am Hohen Brendten, zwei Bozner Märkte, der G7-Gipfel von Elmau und viele Feste. Für Landrat Speer geht mit dem Abschied Webers „eine Ära zu Ende“.

Josef Hornsteiner

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