Thema so gut wie abgehakt: Bürgermeister Adolf Hornsteiner ist froh, dass die Arbeiten begonnen haben. f.: mas

Pfeif-Terror am Mühlenweg ist Geschichte

Mittenwald - Vorbei sind die Zeiten der quälenden Zug- Pfiffe: Die Deutsche Bahn baut am Bahnübergang Mühlenweg in Mittenwald eine Schrankenanlage. Im März 2016 geht diese in Betrieb.

Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) kann ein mühsames Kapitel des Mühlenweg-Dramas zuschlagen. Jetzt geht’s auf das Happy End zu. Die Deutsche Bahn hat mit den Bauarbeiten für einen Bahnübergang ohne Lärmbelästigung begonnen - zur Freude der Anlieger. Ab sofort müssen sie den Pfeif-Terror der vorbeifahrenden Züge nicht mehr ertragen (wir berichteten).

„Der Bahnübergang ist unfallträchtig und soll deshalb technisch mit einer Halbschranke und einer Lichtzeichenanlage gesichert werden“, sagt Bahn-Sprecher Franz Lindemair. Zwar wäre das Planfeststellungsverfahren schon ausgelaufen, da aber mit dem Bau Ende 2014 begonnen wurde, habe ihm zufolge das Baurecht seine Bestandskraft nicht verloren. Bereits im September sollen die Arbeiten fertig sein. Der kleine Haken: Wegen eines Fehlers seitens der DB in puncto Steuerung kann die Schranke erst im März 2016 in Betrieb gehen.

Drei Alternativen standen im Raum: Entweder den Bau fertigstellen und das Pfeifen bis März zulassen, einen Schrankenwärter engagieren oder aber den Übergang bis dahin komplett sperren. Der Rathauschef entschied sich für letztere Variante. „Ich glaube, das ist erträglich.“

Vorwürfe will Hornsteiner dem Unternehmen aber nicht machen. Zu positiv waren die Erfahrungen in den vergangenen zwei Jahren. „Die Zusammenarbeit, vor allem mit Thomas Engel, dem Leiter der DB Netz Süd, war sehr konstruktiv.“ Über das technische Problem hat der Rathauschef die Anlieger informiert. „Sie haben es gelassen aufgenommen.“ Hauptsache, das Pfeif-Konzert ist vorüber. Dafür nehmen sie nun auch kurze Umwege in Kauf.

Selbst aus finanzieller Sicht nimmt dieses leidige Thema ein gutes Ende. Insgesamt 660 000 Euro kostet die Umsetzung, jeweils zu einem Drittel aufgeteilt auf die Deutsche Bahn, die Kommune und den Freistaat Bayern. „Das ist nicht wenig für uns“, gibt Hornsteiner zu. Doch von den 220 000 Euro, die die Marktgemeinde berappen sollte, werden 80 Prozent gefördert. Und wenn er im März endlich das letzte Kapitel zuschlägt, dann gibt es eine kleine Einweihung der Anlage am Mühlenweg. „Das hat die Geschichte einfach verdient.“

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