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Gibt es seit 25 Jahren: das Phönix Haus Karwendel.

25 Jahre Seniorenresidenz in Mittenwald 

Mit Zuversicht ins Phönix-Jubiläum

Vor einem Vierteljahrhundert verwandelte sich das Hotel Erdt in eine Seniorenresidenz. Am morgigen Samstag feiert man im Phönix Haus Karwendel Jubiläum. Trotz einer Top-Auslastung steht die Mittenwalder Institution vor großen Herausforderungen.

Mittenwald Es ist für Rita Eghi kein Beruf, sondern eine Berufung. Lachend sitzt sie im gemütlichen Aufenthaltsraum und amüsiert sich mit den Heimbewohnern. „Sie lieben den wöchentlichen Singkreis“, sagt die Chefin des Phönix Haus Karwendel. Die Stimmung ist ausgelassen, die Bewohner sind glücklich. Die Vorfreude auf die Jubiläumsfeier am morgigen Samstag ist groß. Nur eine Frage trübt die Laune der Einrichtungsleiterin: Wie sieht die Zukunft des Mittenwalder Seniorenheims aus? Sie hält sich sehr bedeckt mit ihrer Antwort, will dazu nicht viel sagen. „Das entscheiden nicht wir, sondern die Korian-Gruppe, wie es weitergeht“, erklärt sie nüchtern.

Dieses Unternehmen – der Hauptsitz liegt in Frankreich – zählt europaweit zu den großen Trägern von Senioren-Einrichtungen. Eine entsprechende Tagblatt-Anfrage blieb bis heute unbeantwortet. Doch ein Vertreter wird sicherlich bei der 25-Jahrfeier in Mittenwald dabei sein – und sich vielleicht zur Zukunft des Phönix äußern. Fakt ist, dass die Immobilie aus Vorkriegszeiten dem sogenannten Pflege- und Wohnqualitätsgesetz nicht mehr entspricht. Denn das Regelwerk legt beispielsweise hohe Standards etwa beim Brandschutz an. Und Tatsache ist ebenso, dass mit dem Alma-Senioren-Domizil demnächst große Konkurrenz an den Isarauen erwächst.

Trotz dieser dunklen Wolken am Horizont herrscht nach wie vor Zuversicht im Phönix. Die gründet sich unter anderem in der Qualität – die stimmt. Das haben Eghi und Co. aufgrund einiger Auszeichnungen sogar schriftlich. Stolz zeigt die Heimleiterin auf die Urkunden in ihrem Büro. „Die 45 Mitarbeiter leisten großartiges“, versichert sie. Selbst in turbulenten Zeiten zeichnete sich die Belegschaft stets durch „stabile Leistung“ aus. Der gute Ruf in Mittenwald sei von dem konstanten Personalstamm „hart erarbeitet“ worden, weshalb es morgen auch viele Ehrungen geben wird. Eghi selbst begann vor 17 Jahren ihre Tätigkeit im Phönix, seit vier Jahren steht sie an der Spitze der Einrichtung. Viele ihrer Angestellten sind schon von Anfang an mit an Bord gewesen.

Das ursprüngliche Hotel Erdt wurde 1992 von den Gebrüdern Dietz zu einem Altenheim umgewandelt. Es war das insgesamt dritte Haus, das man in die Phönix-Kette eingliederte. 2007 übernahm die Korian-Gruppe das Altenheim an der Albert-Schott-Straße. In 18 Einzel- und 36 Doppelzimmern leben 60 Senioren im Herzen von Mittenwald. 2013 musste aufgrund der neuen Gesetzeslage die Bettenanzahl von 80 auf 60 verringert werden. Die Auslastung ist enorm, wie Eghi weiß. „Wir haben sehr viele Anfragen.“ Der demografische Wandel im Isartal macht sich sehr bemerkbar.

Josef Hornsteiner

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