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Wintereinbruch: Trotzdem haben die Arbeiten im Laintal zum Jahreswechsel wieder begonnen. 

Projekte 2018

Mittenwald hat ein Jahr mit vielen Baustellen vor sich

Die Arbeit im Rathaus Mittenwald geht nicht so schnell aus. Eine Vielzahl von Projekten müssen fortgeführt oder vollendet werden. Jede Menge Konfliktpotenzial beispielsweise beim Neubau des Hallenbads oder bei der Modernisierung des Kranzberggebiets wartet dabei auf den Marktgemeinderat.

Mittenwald – Das politische Jahr 2018 ist in Mittenwald vollgepackt mit wegweisenden Projekten. Bei einigen sind hitzige Diskussionen scheinbar unausweichlich.

 

Momentan sind die Abbrucharbeiten beim Karwendelbad wieder angelaufen. Nicht ganz so zügig gestalten sich die Planungen für den Neubau. Doch von einer Verschleppung des Projekts könne nicht die Rede sein, betont Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU). „Das weise ich mit aller Entschiedenheit zurück.“Denn ein solch kostenträchtiges Vorhaben – die Rede ist von mindestens zehn Millionen Euro – bedarf eines Vorlaufs. Demnächst soll die Standortfrage geklärt werden. Zur Wahl stehen das sogenannte Nemayer-Areal, das Eisstadion (Außenfläche) und der Riedboden (bei den Tennishallen). „Der Gemeinderat wird sehr bald eine Entscheidung treffen“, verspricht der Rathauschef. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse kann davon ausgegangen werden, dass es beim ursprünglichen Standort (Nemayer) bleibt. Der Vorteil: Dort ist die Baurechtsfrage bereits geklärt.

Hotelprojekte: 

Auch am Kaffeefeld wird die Abrissbirne geschwungen. Das altehrwürdige Hotel Latscheneck soll bald verschwunden sein. Die Bauleitplanung für das künftige Silva-Mountain-Luxus-Resort läuft derweil auf Hochtouren. Sie soll Hornsteiner zufolge im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen sein. Scheinbar wenig tut sich dagegen auf dem anderen – gemeindeeigenen – Filetgrundstück an der Dammkarstraße. Nach dem Ende der Kooperation mit der Berliner Familie Berrendorf befindet man sich offenbar in einer Art Sondierungsphase. Dabei unterstreicht der Bürgermeister: „Es gibt sehr wohl Interessenten.“ Mehr möchte er dazu nicht mitteilen. Vielsagend meint er: „Mal schauen, was das Jahr 2018 bringt.“

Kranzberg-Offensive: 

Die Frist läuft bis Ende 2019. Dann muss die Gemeinde die Voraussetzungen geschaffen haben, um staatliche Mittel zum Bau einer modernen Kabinenbahn auf den Kranzberg abgreifen zu können. 25 Millionen Euro soll das ehrgeizige Projekt verschlingen. Es zählt sicherlich zu Hornsteiners Lieblingsvorhaben. Deshalb wird er heuer dieses Thema immer wieder im Marktgemeinderat auf die Tagesordnung bringen.

Sporthalle: 

Eines ist 2018 ebenso klar: „Es wird sicher zu keinem Baubeginn kommen“, verdeutlicht der Bürgermeister. Nach dem Bürgerentscheid pro Hallenbad (Februar 2017) ist der Sporthallen-Neubau an der Mittelschule und die Kooperation mit dem TSV in den Hintergrund geraten. „Aber wir sollten das Projekt nicht vor uns her schieben.“ Nicht zuletzt aus einem anderen Grund, dem Bürgerhaus.

Bürgerhaus:

„Die Bausubstanz ist in einem besorgniserregenden Zustand“, mahnt Hornsteiner. Vereine würden bei einer drohenden Schließung bald im Freien stehen. Umso wichtiger könnten im Falle einer Sporthallen-Realisierung frei werdende Immobilien wie die alte TSV- oder die bestehende Schulturnhalle werden. Irgendwie hängt alles zusammen.

StoV-Gelände: 

4,5 Hektar wertvoller, innerörtlicher Grund – das ist das Areal der ehemaligen Standortverwaltung Mittenwald. Für diese Bundesfläche hat die Gemeinde inzwischen Erstzugriffsrecht. Nun warten alle im Rathaus auf ein Angebot der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIma). „Ich hoffe, dass es bald kommt.“ Laut Bürgermeister soll bei einem Erwerb „ein wesentlicher Teil für nicht störendes Gewerbe“ reserviert werden. Eine historische Chance für das strukturschwache Mittenwald. Der einzige Haken: Woher die Millionen Euro nehmen, die für den Grundstückskauf nötig sind?

Lainbach-Hochwasserschutz:

Läuft alles planmäßig, dann ist der Hochwasserschutz entlang des Lainbachs bis September 2018 abgeschlossen. Es folgen noch Restarbeiten (Straßengestaltung) bis 2019. Ein Riesensatz in puncto Sicherheit, findet Adolf Hornsteiner. „Mehr kann man nicht machen.“ Das 8,5-Millionen-Euro-Projekt bringt noch einen weiteren Vorteil: „Es entsteht eine neue Aufenthaltsqualität.“

Christof Schnürer

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