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Modernes Innenleben: Das Info-Zentrum besticht durch offene Architektur und helle Räume.

Feierlaune in Tirol

Holzermuseum Scharnitz: Dreh- und Angelpunkt mit Charme-Faktor

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Nach drei Jahren Planung und Umsetzung ist das Holzermuseum in Scharnitz komplett. Am Samstag wird das Info-Zentrum eingeweiht.

Scharnitz – Jetzt ist der neue Anziehungspunkt im Tiroler Nachbarort Scharnitz komplett: Zeit für eine Feier beziehungsweise für das Trifterfest. In diesem Rahmen soll am Samstag, 12. Oktober, das bezugsfertige Info-Zentrum an der Länd eingeweiht werden. Das Holzermuseum hat somit sein Herzstück erhalten. „Es soll der Dreh- und Angelpunkt sein“, verdeutlicht Hermann Sonntag, der Geschäftsführer des Naturparks Karwendel, der seit drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum in Schliersee federführend an der Umsetzung dieses Projekts arbeitet.

Stück für Stück wurde der hässliche Parkplatz entlang der Isar in ein Schmuckstück verwandelt. Erst errichteten die Tiroler dort eine historische Holzerhütte von anno 1913 aus dem Gleirschtal, dann gestalteten sie die Außenanlagen. Im September 2018 startete man mit dem Bau des Info-Zentrums, das nicht nur eine Ausstellung über das Karwendel beheimatet, sondern zudem ein Tourismusbüro. Belebungsfaktoren noch und noch, findet Sonntag. „Das stiefmütterlich behandelte Areal an der Länd erhält endlich das, was es verdient.“

Ganz billig war das Museumsprojekt „Wege des Holzes“ allerdings nicht. 2,1 Millionen Euro hat es gekostet. 800 000 Euro schießt die Europäische Union zu. Gelder gab’s zudem aus diversen Tiroler Fördertöpfen und von der Olympiaregion Seefeld. Den Rest von 375 000 Euro müssen die Scharnitzer begleichen. Doch die Ausgaben sind berechtigt. Zumal laut Sonntag in dem Info-Zentrum auch Veranstaltungen über die Bühne gehen sollen. Ein Anfang wurde bereits mit der Ausstellung des Mittenwalder Fotografen Sebastian Froelich gemacht.

Darüber hinaus bietet das futuristische Gebäude auch in anderer Hinsicht Sehenswertes – wie zum Beispiel den Elch des „Pleisen-Toni“. Das Tiroler Original, der mit bürgerlichen Namen Anton Gaugg (1920 bis 1987) hieß, ahtte am 28. Oktober 1951 in der Vorderkarhöhle, unweit der Pleisenhütte, das 2000 Jahre alte Skelett entdeckt. „Ein tolles Tier“, schwärmt Sonntag. Ein Bild davon können sich am Samstag neben den beiden Tiroler Landesräten Ingrid Felipe und Bernhard Tilg sowie dem Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi auch interessierte Gäste von jenseits der Porta Claudia machen. CHRISTOF SCHNÜRER

Terminhinweis:

Das Trifterfest findet im Rahmen der Einweihung des Info-Zentrums am Samstag, 12. Oktober, in Scharnitz statt. Um 9 Uhr treffen die Ehrengäste ein. um 9.50 Uhr beginnt die Messe, um 10.20 Uhr erfolgen die Ansprachen. Von 11.30 bis 17 Uhr steht ein Tag der offenen Tür auf dem Programm. Es unterhalten die Blaskapelle Scharnitz, „Toni und seine Musikanten“ sowie Ziehorgelspieler.

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