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Nehmen die Schafe unter die Lupe: Die Preisrichter Andreas Neuner (l.), Hans Schober (M.) und Hans Neuner (r.) begutachten das Schaf von Anton Schober (2.v.l.) und seinem Sohn Thomas (2.v.r.). 

Schafscheid in Mittenwald

Die schönsten Tiere wurden prämiert: Mittenwalder „Schafrichter“ am Werk

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Die prächtigsten Schafe wurden am Sonntag nach dem Abtrieb am Mittenwalder Schafstadel geehrt. Sieger in der Kategorie Mutterschaf wurde Josef Neuner (Noderschuster).

Mittenwald – Es folgt auf’s Wort. Das weiße Schaf von Anton Schober wird zur Prämierung aufgerufen. Sein Sohn Thomas führt es zu den drei Juroren, die in der Mittagshitze vor dem Schafstadel warten. Andreas Neuner (Hackl), Hans Schober und Hans Neuner (Noderschuster) begutachten mit geschultem Auge das Tier.

Die drei Preisrichter schauen zuerst auf die äußere Erscheinung. Wie ist das Schaf optisch beinander? Dann geht’s ans Eingemachte. Andreas Neuner fährt dem Tier durch die dicke Wolle. „Je länger sie ist, umso besser.“ Denn die Mittenwalder Bergschafe wurden seit jeher für die Wollproduktion und weniger als Fleischlieferant gezüchtet.

Heute hingegen haben die alpinerfahrenen Vierbeiner noch einen weitaus wichtigeren Zweck. „Sie erhalten unsere Kulturlandschaft“, sagt Christian Neuner (Hackl), Vorsitzender des Ziegen- und Milchschafhaltervereins Mittenwald. Die Tiere grasen den Sommer über die Weiden im Gebirge ab und schützen diese vor einer „Verbuschung“.

Wer viel isst, dem muss man natürlich auch ins Maul schauen. „Da ist vor allem die Zahnstellung sehr wichtig“, erklärt Neuner. Sie sagt viel über die Gesundheit des Tieres aus. Ist das alles erledigt, werfen die „Schafrichter“ ein Auge auf die rassetypischen Merkmale wie das so genannte Fundament. Das sind die Klauen, die bei Bergschafen ganz besonders gebirgstauglich sein müssen. Schließlich steigen die Tiere steile Felswände auf der Suche nach Futter empor und pflegen somit die Landschaft.

Beim weißen Mutterschaf von Josef Neuner (Noderschuster) gerieten die Juroren ins Schwärmen. Das Tier erlangte deshalb auch verdient den ersten Platz in der Kategorie Mutterschafe. Bei den Altwiddern gewann Stefan Sprenger, bei den Jungschafen Franz Strodl. Bei den Jungwiddern dominierte das Tier von Anton Knilling und bei den Kilbern, den Jüngsten, siegte Anton Knilling. Der begehrte Jugendpreis ging heuer an Franz Auer. In der Kategorie gescheckt durfte sich Andreas Strodl über den ersten Platz freuen. Juroren waren in dieser Klasse Josef Brandner und Franz Ostler.

Hunderte Schaulustige verfolgten die spannende Schafscheid im Isartal. Sie lauschten der Musik der Daumjaggl-Musi und aßen Lammeintopf oder Kesselfleisch von Andreas Ostler (Groana). 

Weitere Ergebnisse

2. Preis Mutterschafe: Sylvester Noder, Altwidder: Hans Neuner, Jungschafe: Josef Neuner, Jungwidder: Franz Strodl, Kilbern: Andreas Strodl, Gescheckt: Anton Süß.3. Preis Mutterschafe: Sylvester Noder, Altwidder:Sylvester Noder, Jungschafe: Sylvester Noder, Kilbern: Anton Schober. Jugendpreise (8 bis 15 Jahre): 1. Franz Auer, 2. Josef Kriner, 3. Sylvester Noder, 4. Korbinian Schober, 5. Thomas Schober, 6. Anton Schober, 7. Simon Schober.

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