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Da soll sie hin: Gemeinderat Sepp Zunterer plant eine Mas chinenhalle.  

Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet 

Alpenrose-Wirt plant Maschinenhalle

Mittenwald - Sepp Zunterers landwirtschaftliches Anwesen im Ried stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Deshalb möchte der Gastronom nun eine Maschinenhalle bauen.

„Von Seiten der Gemeinde bestehen keine Bedenken“, sagt Mittenwalds Marktbaumeister Ralf Bues – mit einer Einschränkung: „Die Zustimmung des Amtes für Landwirtschaft und der Naturschutzbehörde vorausgesetzt.“ Ein wichtiger Zusatz, wenn es um Bauvorhaben in einem Landschaftsschutzgebiet geht. Deshalb hält sich Gemeinderat Sepp Zunterer (58 Jahre/Freie Wähler), der auf seinem Gelände im Ried eine Maschinenhalle plant, mit konkreten Aussagen lieber zurück. „Schon das letzte Verfahren mit dem Pferdestall hat fast sieben Jahre gedauert“, meint der „Oimroasa“. Daher glaubt der Alpenrose-Wirt: „Bis zum Baubeginn wird es also noch eine Weile dauern.“

Was konkret im Mittenwalder Süden in rund 300 Meter Entfernung zu den Tennishallen entstehen soll, erläuterte Experte Bues nun dem Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderats. Die Maschinenhalle mit einer Grundfläche von 240 Quadratmetern soll nördlich des bestehenden Stallgebäudes realisiert werden. „In diesem Bereich existiert kein Bebauungsplan“, stellte Bues klar. „Das Vorhaben muss deshalb nach den Richtlinien über Bauen im Außenbereich beurteilt werden.“ Doch das und die Frage der Privilegierung kennt Bauwerber Zunterer ja aus dem Effeff.

Seinerzeit dauerte es von der ersten Anfrage beim damaligen Landrat Helmut Fischer (CSU) im Jahr 1996 bis Dezember 2003. Erst dann bewilligte die Kreisbehörde nach einem nervenaufreibenden bürokratischen Hin und Her Zunterers Pferdestall-Pläne.

Da auch die geplante Maschinenhalle von amtlicher Seite auf hochsensiblem Terrain liegt, droht möglicherweise das gleiche Prozedere. Der geplante Holzständerbau ist 12,06 Meter breit und 19,90 Meter lang, hat eine Wandhöhe von 5,90 und eine Firsthöhe von 8,25 Meter. Die Halle soll mit Holz verschalt und einem Blechdach versehen werden.

Nicht zuletzt weil Hotelier und Pferdenarr Zunterer, der über 20 Hektar bewirtschaftet, ein Weiderecht auf den Mittenwalder Almen besitzt und in Maschinen samt Rossgeschirr und Kutsche in der Vergangenheit fleißig investierte und zudem seit Jahren seinen Ruf als seriöser Züchter bestätigte, hat der Bau- und Umweltausschuss keine Bedenken. Einstimmig segnete das Gremium die Pläne ab. Jetzt liegt der Ball im Landratsamt.

Wolfgang Kunz

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