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Kommt sie? Gerüchten zufolge soll Schwedens Königin Silvia unter den Gästen sein.

Royale Gäste kündigen sich in Tirol an

Ski-WM in Seefeld: Kommt Schweden-Königin Silvia?

Im Tiroler Nachbarort Seefeld rüstet man sich für die bevorstehende Nordische Ski-WM. Sicherheit geht auch dort vor - zumal sich royale Gäste angekündigt haben.

Seefeld – In sieben Tagen werden die 52. Nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld (Tirol) eröffnet. Doch nicht nur die letzten Aufbauten sind derzeit im Gange, sondern auch das Sicherheitsteam trifft die letzten Vorkehrungen. Angespannt wirken die Verantwortlichen dabei nicht. Ihre Hausaufgaben haben sie aber gemacht. 400 Seiten umfasst das Sicherheitskonzept, in dem alle möglichen Szenarien von der Verkehrsführung über die Sicherheitszonen, den Personenschutz bis hin zu außergewöhnlichen Vorkommnissen wie Starkschneefälle behandelt werden.

Reicher Erfahrungsschatz

„Wir haben alle Themen genauestens abgearbeitet“, erklärt Landespolizeidirektor-Stellvertreter Dr. Edelbert Kohler. „Wir rechnen jedoch mit einem schönen Sportevent und nicht mit einem Gefahrenevent.“ Die Lageberichte des Bundes- und Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sehen keine Gefahren, dennoch sei man natürlich mit genügend Personal ausgestattet. Allein die Polizeiinspektion Seefeld wird von 23 auf 41 Beamte aufgestockt, insgesamt sind bis zu 400 Polizisten für die WM im Einsatz. Hinzu kommen Security-Mitarbeiter, Rotes Kreuz und weitere Partner. Sowohl der Österreichische Skiverband als auch die Landespolizei Tirol kann auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Erfahrungen beim G7-Gipfel 

„Als die WM an Seefeld vergeben wurde, waren wir gerade in den Planungen für den G7-Gipfel in Elmau und die Bilderbergkonferenz in Telfs“, erzählt Einsatzkommandant Oberst Erich Lettenbichler. Im vergangenen Herbst wurden die UCI-Radsportweltmeisterschaften betreut sowie unzählige, alljährlich Weltcup-Veranstaltungen im nordischen und alpinen Skisport. Die Zusammenarbeit läuft mittlerweile fast schon reibungslos. „Wie man auch am fliegenden Mikrofonwechsel erkennen kann“, scherzt OK-Direktor Christian Scherer, der positiv gestimmt auf die kommende WM-Zeit schaut.

Eine kleine Herausforderung sieht er in der Betreuung der Ehrengäste. Fast schon traditionsgemäß haben sich Vertreter der skandinavischen Könighäuser angekündigt. Man munkelt sogar, dass sich Schwedens Königin Silvia das Sportereignis in der Tiroler Winterlandschaft nicht entgehen lassen will. „Abholung und Transport zwischen Hotel und Veranstaltungsort müssen minutiös getaktet sein“, nennt Scherer eine der Anforderungen. Allerdings, beschwichtigt Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schreier, seien Vertreter der Königshäuser als Gäste in Tirol auch nicht ungewöhnlich. Neu sei nur die Abwicklung während einer Großveranstaltung.

Kontrollen auch im Landkreis

Zur zusätzlichen Sicherheit wird der Bereich vom Seefelder Bahnhof bis zum Sprung- und Langlaufstadion video-überwacht. Die Kontrolle des Verkehrs erstreckt sich von Innsbruck über Telfs bis nach Mittenwald und den restlichen Landkreis. „Vor allem bei der An- und Abreise arbeiten wir mit den bayerischen Kollegen zusammen“, sagt Bezirkspolizeikommandant Oberst Gerhard Niederwieser. Und zu guter Letzt greift auch noch die strenge Hausordnung in den Sicherheitszonen der Sprung- und Langlaufstadien. „Alle sperrigen und gefährlichen Gegenstände, zu denen auch Kinderwagen, Rodel, Fan-Fahnenstangen oder Drohnen zählen, müssen in eigens dafür vorgesehenen Containern gelagert werden“, erklärt Scherer. „Auf dem Heimweg bekommt man sie wieder.“ Seefeld ist also bereit für friedliche Wettkämpfe.

Kathrin Schneitberger

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Seefeld im WM-Baufieber

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