Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

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Der Radlader rollt an, um die Rutsche am Spielplatz zu entfernen. Zur Überraschung der Eltern und Kinder. 

Aufregung am Anger

Kommt der nächste Mittenwalder Spielplatz weg? Vize-Bürgermeister klärt auf

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Die Alarmglocken schrillten: Überraschende Arbeiten am Spielplatz am Anger haben Eltern in Aufruhr versetzt. Nicht nur wegen fehlender Sicherheitsvorkehrungen. Sie hörten auch, dass das Bürgerhaus verkauft werden soll.

Mittenwald – Sie toben herum, vergnügen sich wie so oft am Spielplatz am Bürgerhaus. Doch diesmal werden die Buben und Mädchen gestört. Von zwei Bau-Maschinen, die auf einmal anrücken und direkt auf die Rutsche zufahren. Der Radlader beginnt sofort, den Sand abzuschaufeln. Ohne Vorwarnung, ohne Sicherheitsvorkehrungen – und vor allem während noch ein Kind oben auf dem Rutschenturm herumtollte.

Was sich am Dienstagmittag in Mittenwald zugetragen hat, sorgte schnell für Aufruhr. Via Facebook und vor Ort. „Das ist alles sehr suspekt“, sagt eine Mutter, die anonym bleiben will, das ganze Geschehen aber beobachtet hat. Damit meint sie die Auskünfte, die die Eltern von den werkelnden Arbeitern erhielten. Darunter die Nachricht, dass sie den Auftrag hätten, den Spielplatz abzureißen. Dass es erst in drei Jahren einen Ersatz geben soll. Zusätzlich machte im Ort das Gerücht die Runde, dass das Bürgerhaus verkauft wird. Ein mehr als sensibles Thema in Mittenwald, zumal Vereine das Gebäude nutzen. Die Alarmglocken schrillten.

Die Gemüter kann Gerhard Schöner (CSU) wieder besänftigen. Der Zweite Bürgermeister wurde zwar von dem abrupt beginnenden Arbeiten ebenfalls überrascht, kann aber Licht ins Dunkle bringen. „Alles absoluter Kas“, sagt er. Tatsächlich sei lediglich eine Austauschaktion im Gange, bei der die marode Rutsche entfernt wurde. Dafür gibt’s zwei neue Geräte, darunter voraussichtlich die große Traktor-Reifen-Pyramide vom Spielplatz am Schwarzenfeld, der derzeit wegen des Zwists mit der Karwendelbahn AG geräumt werden muss.

Das sagt Schöner zu den Gerüchten um das Bürgerhaus

Ganz klar verweist Schöner eine Veräußerung des Bürgerhauses ins Reich der Fabel. Sein Kommentar: „Blödsinn, pures Gerede.“ Schöner kann sich aber vorstellen, wie dieses Gerücht entstanden ist. Es hängt weitgehend mit der Idee von Andreas Heilmann und seinen Mitstreitern zusammen. Diese peilen seit einiger Zeit an, einen Förderverein für einen Konzeptspielplatz am Anger zu gründen. Der Vize-Rathauschef riet ihnen ab, das Vorhaben dort umzusetzen. Er hält den Standort am „abrissbereiten Bürgerhaus“ für fraglich. Er möchte verhindern, dass die Initiative große Summen reinsteckt und es dann in „zehn Jahre heißen könnte, dass etwas mit dem Bürgerhaus passiert“. Er bedenkt alle Eventualitäten in der Zukunft. Das investierte Geld wäre ihm zufolge dann in den Wind geschossen worden.

Dass die Marktgemeinde den Spielplatz ersatzlos schließen möchte, steht nicht zur Debatte. Schon allein aus Gründen der Standortsicherung, wie Schöner betont. Die Fläche neben dem Bürgerhaus soll vielmehr „aufgemotzt“, also eher auf- als abgebaut werden. Darüber hinaus hält die Kommune Ausschau nach einem Alternativ-Areal für den Spielplatz im Schwarzenfeld. „Wir suchen und werden auch etwas finden“, versichert Schöner. Worte, die Heilmann, Kopf der Initiative, gerne hört. Der 35-Jährige sieht Schöners Argumentation ein. „Der Standort muss Hand und Fuß haben“, sagt er. Und für immer bleiben.

Arbeiten dauern bis Ende Juli

Der Vater von Zwillingen steht stets in Kontakt mit Schöner. Auch in den vergangenen zwei Tagen. Weil er sich ebenfalls ärgerte. Vor allem wegen der fehlenden Sicherheitsvorkehrungen. Der Zweite Bürgermeister versteht das. Voll und ganz. Er selbst war sauer, als er davon erfuhr. „Dem Mitarbeiter schmeckt heute das Essen nicht mehr“, sagt er. Gleichzeitig versichert er, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird. Heilmann hält sich mit Vorwürfen zurück, weil es schon ein Gespräch gab. Eigentlich findet er es lobenswert, dass sich die Gemeindemitarbeiter trotz der Vorbereitungen zum Bozner Markt Zeit genommen haben. Wie er mitteilt, soll über das Thema Sicherheit bei solchen Arbeiten aber noch ein ernstes Wort gesprochen werden. Dafür müssen die Verantwortlichen im Rathaus einpassieren.

Bis Ende Juli dauert die Verschönerung des Spielplatzes voraussichtlich noch. Die Kinder brauchen aber solange nicht darauf verzichten, sich dort zu amüsieren. Die Fläche bleibt laut Schöner nicht komplett gesperrt. Sondern nur der Teil, an dem die Arbeiten laufen.

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