Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte

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Finden am Ende ihre Bestimmung: Matthias Wurmer und Georg Maller (r.) stellen künftig die Männer auf dem Mittenwalder Brauerei-Logo dar.

Über die Kranzberg-20er-Kabinenbahn sowie das Wellness- und Hallenintegrationsbad 

Starkbieranstich in Mittenwald: Baustellen über Baustellen - wo fängt Mann nur an?

Hias und Schorsch, die zwei Protagonisten des Starkbieranstichs, sind auf Arbeitssuche. Neues Bad, neues Hotel, neuer TSV-Saal: Bei so vielen „Baustellen“ haben sie fast die Qual der Wahl.

Mittenwald – Was passiert, wenn sich ein Wilderer und ein Holzer im Wald treffen? Sie trinken ein Bier zusammen. Zumindest die zwei Mittenwalder Hias (Matthias Wurmer) und Schorsch (Georg Maller) beim diesjährigen Couplet im Rahmen des Starkbieranstichs im Postkeller. Der Wald ist der volle Saal, die Bühne das Wirtshaus. Hias und Schorsch nehmen Platz an einem Fassl Bier, auf dem das Logo der Mittenwalder Brauerei prangt. Viel haben sie zu reden, suchen nach einer neuen Aufgabe. „In Mittenwald gibt es so viele Baustellen, da kriegen wir gewiss eine Arbeit“, resümiert der Hias. Der Bürgermeister und seine Gemeinderäte wüssten sowieso gar nicht, womit „sie zuerst anfangen sollen“.

Hau ruck: Bürgermeister Adolf Hornsteiner zapft mit Hilfe von Markus Hirthammer das Starkbier an.

Da haben die beiden nicht Unrecht. Viel ist passiert seit dem Starkbieranstich und der Fastenrede von Bruder Barnabas (ebenfalls Matthias Wurmer) vor zwei Jahren. Höchste Zeit war es also, wieder das politische und gesellschaftliche Ortsgeschehen durch die kabarettistische Brille zu analysieren. Über 340 Gäste verfolgten lachend, schmunzelnd und zum Teil nachdenklich das traditionelle Derblecken. Und das hatte es in sich.

Während Hias und Schorsch weiter über ihre künftige Bestimmung grübeln, marschieren drei „Hopfazupfa“ aus der Hallertau (Josef Schandl, Stefan Weineisen und Georg Brennauer) auf die Bühne. Der „Stuck’n Seppi“ hat sich um die neuen Geschehnisse rund um das Hallenbad ganz eigene Gedanken gemacht, was die Preis-Leistung des Schwimmtempels betrifft. „Zufrieden sein mit 1,35 Meter Wassertiefe, erweckt die Geister, die ich riefe“, reimt er und deutet dabei auf SPD-Gemeinderat Enrico Corongiu. „Des is kein Schwimmbad und kein Bach, sondern erinnert mich eher an die Maggale-Lach.“ Doch „pünktlich zum Weltfrauentag, die Regina einen Vorschlag hat“. Damit spielte er auf das mögliche Ratsbegehren an, das CSU-Gemeinderätin Regina Hornsteiner vor Kurzem vorgeschlagen hatte. „So lang wird abgestimmt, bis da richtigen Partei das Ergebnis passt“, glaubt der Hias.

Gemalter Konflikt: der Streit zwischen Gemeinde und Karwendelbahn in Bildern.

Beeindruckend waren die Drehorgel-Couplet-Sänger (Matthias Klotz, Georg Brennauer Senior und Ronny Möller), welche unter anderem die langwierigen Streitigkeiten zwischen Marktgemeinde und der Karwendelbahn AG in selbstgemalten Bildern aufs Korn nahmen. Die Drehorgel aus dem Privatbesitz Möllers ist ein wertvolles Original, wie er stolz erzählt. Als schauspielerisches Multitalent erwies sich auch Franz Fütterer senior. Als „Michl Lang“, eine bayerische Film-Ikone, sang er gut angetrunken über sein Missgeschick, im Rausch die Großbaustelle zur Hochwasserverbauung am Lainbach übersehen zu haben. Im zweiten Auftritt findet er als jüdischer Sänger in Mittenwald eine Klagemauer: die Lawinenschutzverbauung an der Rainlähne. Währenddessen ließen es sich auch die Postkeller-Wirte Marile und Max Jungkunz nicht nehmen, auf die Bühne zu treten und als liebevolle Streithansel singend doch wieder zueinanderzufinden.

„Baustellen um Baustellen, wohin das Auge reicht“, zieht Schorsch sein Fazit. Eigentlich müsste genug Arbeit für die beiden da sein. „Als Hausmeister im neuen Veranstaltungssaal oder als Schaffner in der neuen Kranzberg-20er-Kabinenbahn“ zum Beispiel. „Oder als Bademeister im neuen Wellness- und Hallenintegrationsbad oder als Portier im Latscheneck-Hotel.“

Die beiden Protagonisten haben während ihrer Überlegungen Stück für Stück ihre Klamotten gewechselt und doch noch ihre Bestimmung gefunden: Sie sind künftig die beiden kernigen Männer auf dem Mittenwalder Brauerei-Logo.

Starkbieranstich in Mittenwald: die besten Bilder

Josef Hornsteiner

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