Zügiger Ausbau geplant

Turboschnelles Internet in Mittenwald ab Ende 2017

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Mittenwald - Willkommen im Internet-Zeitalter: Der Markt Mittenwald und die Deutsche Telekom haben einen Breitbandausbau-Vertrag unterzeichnet. 42 Haushalte sollen ab Ende 2017 Hochgeschwindigkeits-Anschlüsse nutzen können.

Ob aus beruflichen Gründen oder aus Privat-Vergnügen, ob am PC oder am Smartphone – im Internet zu surfen, gehört heutzutage zum Alltag. Nur mancherorts muss man dafür noch Geduld mitbringen. In Mittenwald bald nicht mehr. Die Marktgemeinde hat jetzt mit der Deutschen Telekom einen Breitbandausbau-Vertrag geschlossen.

Dieser beinhaltet, dass die Kommune einen Internet-Zugang komplett aus Glasfaserleitungen erhält. Damit sind Download-Geschwindigkeiten von 200 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und 100 MBit/s beim Hochladen möglich. Vorerst zumindest. Denn die Techniker des Unternehmens arbeiten bereits an Entwicklungen, die ein noch höheres Tempo in Aussicht stellen. Im Rathaus freut man sich über diesen wichtigen Schritt. „Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite“, sagt Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU). Schnelles Internet sei ihm zufolge ein wichtiger Standortvorteil für die Gemeinde und steigert den Wert jeder einzelnen Immobilie.

Doch der Ausbau passiert nicht von jetzt auf gleich. Das Kommunikationsunternehmen startet nun mit der Feinplanung. In etwa zwölf Monaten werden dann rund 17 Kilometer Glasfaser verlegt. Dafür herrschen in Mittenwald beste Voraussetzungen. Wie berichtet, hat die Gemeinde bei den Straßensanierungen der vergangenen Jahre, Kabel-Leerrohre verlegen lassen. „Durch die können die Glasfaserkabel fast unbemerkt und lautlos durchgeblasen werden“, erklärte der Rathauschef bereits im August. Zeitgleich baut das Unternehmen eine moderne Übertragungstechnik auf, zum Beispiel in den Verteilern am Straßenrand und in der Vermittlungsstelle. Danach steht auf dem Programm, die neuen Leitungen an das Telekom-Gesamtnetz einzubinden.

Die gute Nachricht für die Kunden: 42 Haushalte können in rund einem Jahr die sogenannten FTTH-Anschlüsse (Fibre to the Home; übersetzt: Glasfaser bis nach Hause) buchen und in Hochgeschwindigkeit surfen. Wie der Name schon sagt, verlegen die Arbeiter die Leitungen bis ins Haus – mit optischer Übertragung der Signale. Die Zeiten der Kupferkabel sind vorbei. „Mit dieser Technik spielt der Markt Mittenwald in der Champions League“, betont Ralf Niepel, kommunaler Telekom-Ansprechpartner in puncto Breitband-Versorgung.

Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, muss man die Immobilien-Besitzer allerdings mit ins Boot holen. „Glasfaser gibt es nur gemeinsam“, sagt Niepel. Denn für das schnelle Netz braucht das Unternehmen die Unterschrift des Eigentümers. „Sonst dürfen wir sein Haus nicht mit Glasfaser anschließen.“ Sobald die Marktgemeinde die notwendigen Kontaktdaten weitergegeben hat, kontaktiert die Telekom die Betroffenen direkt. Denn eines steht laut Niepel fest: „Wir wollen das Projekt zügig umsetzen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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