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Sind stolz auf Mittenwalds Leistungsträger: Adolf Hornsteiner (l.) und Sportreferent Josef Schandl (r.) mit Thomas Dreßen und Annika Morgan. 

Beide Athleten schauen persönlich vorbei

Thomas Dreßen und Annika Morgan sind Mittenwalds Sportler des Jahres

Besondere Feierstunde im Mittenwalder Rathaus: Thomas Dreßen und Annika Morgan durften sich im Goldenen Buch der Gemeinde eintragen. 

Mittenwald – Thomas Dreßen kann nicht fahren. Weder Ski noch Auto. Seine Knie- und Schulterverletzung verbieten es. „Ich spiele derzeit den Chauffeur“, sagte seine Freundin Birgit Lankmeier. Zielort dieses Mal: Mittenwald, Heimatort des 25-Jährigen, der im oberösterreichischen Scharnstein wohnt. Grund für die Reise war nicht nur der Familienbesuch zu Weihnachten, sondern eine Feierstunde im Rathaus. Abfahrts-Ass Dreßen und Snowboarderin Annika Morgan wurden am Montagvormittag dort als Mittenwalds Sportler des Jahres geehrt.

Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) freute sich, dass Dreßen trotz seiner Verletzungen,die er sich bei einem Sturz im kanadischen Beaver Creek zugezogen hatte, persönlich vorbeischaute und sich wie Morgan im Goldenen Buch der Gemeinde eintrug. Bereits im Mai hatte der Markt einen Empfang für den Alpin-Athleten organisiert – für seinen Sieg auf der legendären Streif in Kitzbühel. Nicht der einzige Erfolg des Sympathieträgers. Er gewann die Abfahrt in Kvitfjell/Norwegen, dazu kamen der dritte Platz in Beaver Creek, der fünfte in Kvitfjell sowie ein dritter Rang im Super-G. „In der Weltcup-Gesamtwertung bist du Dritter und bei der Olympia-Abfahrt Fünfter geworden“, zählte Hornsteiner die Leistungen auf.

Dreßen bei Rennen in Kitzbühel als Zuschauer dabei

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat der Spitzensportler seinen Heimatbesuch wieder beendet. „Ich bin voll im Plan und trete am 3. Januar meine Reha in Bad Wiessee an“, erzählte der 25-Jährige. Am 30. Januar wird er in München an der Schulter operiert. „Bei der Abfahrt in Kitzbühel bin ich aber natürlich als Zuschauer dabei.“

Während Dreßen sich wieder zurückkämpft, versucht Morgan, sich im Januar in Kraischberg und Laax (Schweiz) für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. „Wenn ich das nicht schaffe“, sagt die Snowboarderin, „gehe ich ab Februar wieder auf das Christopher-Gymnasium nach Berchtesgaden.“ Im Idealfall aber bricht sie zu den Rennen nach Salt Lake City (USA) auf. So oder so – ihre bisherigen Leistungen waren bereits herausragend. Sie holte den Junioren-Vize-Weltmeistertitel im Slopestyle, wurde Deutsche Meisterin im Big Air und Slopestyle sowie Vizemeisterin in der Halfpipe. Daneben gelang ihr ein Sieg im Slopestyle im Europacup sowie ein fünfter Platz im Big Air, wodurch sie Gesamtzweite wurde.

Als nichts Alltägliches bezeichnete Hornsteiner die Ehrung der Wintersport-Asse. „Für mich als Bürgermeister ist es der Beweis, dass Mittenwald immer wieder hervorragende Sportler hervorbringt“, sagte er. Sportler, die den Ort weltweit bekannt machen. 

Wolfgang Kunz

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