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Für die nächsten drei Jahre an der Spitze: Das neue Führungsteam des Mittenwalder Touristikvereins mit (v. l.) Josef Sprenger, Peter Rostalski, Daniel Rieger, Michael Liebl, Claus Reiker, Alexander Brunner und Ingrid Sailer.

Zusammenarbeit mit der Alpenwelt Karwendel

Touristikverein Mittenwald will Seite an Seite stark sein

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Weiterhin konstruktiv soll die Zusammenarbeit zwischen dem Touristikverein Mittenwald und der Alpenwelt-Karwendel-GmbH sein.

Mittenwald – Der Kaminabend kam gerade recht. Als Denkpause. Doch selbst beim gemütlichen Teil des Workshops, den die Alpenwelt Karwendel (AWK) initiiert hatte, drehten sich die Gespräche um die Heimat. Um das Verbesserungspotenzial aus touristischer Sicht. Zwei Tage lang steckten die drei Touristikvereine des Isartals im vergangenen Frühjahr in Füssen die Köpfe zusammen. „Es war ein strenges Programm“, erzählt Michael Liebl. Aber produktiv. Und ein Beispiel für die konstruktive Arbeit mit der Alpenwelt Karwendel.

Immer wieder hebt Liebl bei der Generalversammlung des Touristikvereins Mittenwald im Postkeller hervor, dass sich das Zusammenspiel mit der Tourismus-GmbH noch weiter verbessert hat. „Wir dürfen beratend zur Seite stehen“, sagt er. Jeden Monat findet eine Versammlung mit den drei Vereinen und dem Aufsichtsrat statt. So gelangen Ideen, Wünsche und Begehrlichkeiten von der Basis zu den verantwortlichen Personen. Eine davon ist Sabrina Blandau. Die AWK-Geschäftsführerin begrüßt die enge Verzahnung. „Der Austausch funktioniert in beide Richtungen gut.“

Auf diese Weise kam es schließlich zu den PC’s in den Tourist-Informationen. Eine Idee, angeregt von den Vereinen. „Die werden gut angenommen“, sagt Blandau. Auch die Stammtische sind auf Initiative der Mittenwalder Vermieter-Vereinigung ins Leben gerufen worden. Vor drei Jahren in der Marktgemeinde, dann stiegen Krün und Wallgau ein, berichtet Liebl den 18 Anwesenden, darunter einige Gemeinderäte. „Das kommt gut an.“

Auf dieser Schiene wollen die Alpenwelt Karwendel und der Touristikverein weiterfahren. Weil es gut läuft. Trotzdem hofft der Vorsitzende, dass sich die Mitglieder – aktuell sind es 164 – künftig mehr einbringen. Blandau dagegen appelliert auch an die Gastgeber, mehr Gebrauch vom Austausch zu machen. „Die Touristikvereine sind eine gute Möglichkeit, Wünsche weiterzugeben“, verdeutlicht sie. Damit spielt die Geschäftsführerin auf die Vorwürfe an, die Entscheidungen würden über den Kopf der Vermieter hinweg getroffen werden.

Ein Thema, das auch Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) an dem Abend aufgreift. Mit der Alpenwelt Karwendel wollte man einen neuen Weg gehen – gerade im operativen Geschäft. Dass sich die Verantwortlichen in diesem Zug Kritik stellen müssen, „war uns bewusst“. Mittlerweile sei diese abgeflaut. Nicht selten richtete sich der Unmut der Gastgeber gegen Blandau. Doch sie knickte nicht ein. Nüchtern und sachlich habe sie Hornsteiner zufolge analysiert und die Kritik ertragen. Auch wenn das „nicht immer ganz einfach war“. Für diese Unerschütterlichkeit zollt er ihr Respekt – und Dank.

Hornsteiner ist überzeugt, sich auf „dem richtigen Weg“ zu befinden. Dazu gehört vor allem auch, die Zeichen der Zeit zu erkennen, um auf dem internationalen Tourismusmarkt bestehen zu können. Stichwort: Online. Diesem Bereich will sich der Touristikverein stärker widmen. Darauf hat er bereits 2016 seinen Fokus gelegt. Anstatt kostspielige Projekte zu unterstützen, „haben wir uns auf das Auftreten nach außen hin konzentriert“, sagt Liebl. Also Werbung betrieben. Auch die Alpenwelt plant, mehr zu wichtigen Themen wie Online-Buchbarkeit anzubieten, kündigt Blandau an. Und sich somit rüsten für die Zukunft – weiterhin Hand in Hand mit den Touristikvereinen. 

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