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Tragödie an der Wettersteinspitze: Urlauber (69) stürzt 300 Meter in die Tiefe

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Ein Urlauber aus Westfalen ist am Freitag bei einer Bergtour im Isartal tödlich verunglückt. Der 69-Jährige war unterhalb der Wettersteinspitze 300 Meter in die Tiefe gestürzt.

Die vierköpfige Männergruppe aus Bockum-Hövel bei Hamm - zwischen 64 und 69 Jahre alt - befand sich kurz nach 14 Uhr gerade auf dem Abstieg zum Ferchensee, als das Unheil am sogenannten Gamsanger seinen Lauf nahm.

In diesem schroffen und sehr steilen Areal geriet der Älteste des Urlauber-Quartetts auf rund 1900 Metern an einer Felskante plötzlich ins Stolpern. Vor den Augen und zum Entsetzen seiner Freunde stürzte der rüstige Mann zirka 300 Meter in die Tiefe.

"Da geht es fast senkrecht hinunter", beschreibt Mittenwalds alarmierter Bergwacht-Bereitschaftsleiter Heinz Pfeffer die Geländebeschaffenheit. Der Verunglückte hatte nicht den Hauch einer Chance. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur mehr den Tod des 69-Jährigen feststellen. "Nach bisherigem Kenntnisstand ist ein Fremdverschulden auszuschließen", teilt der Sprecher der Polizei-Direktion Weilheim, Horst Breidenbach, mit. Der Leichnam des Mannes wurde mit dem Polizei-Hubschrauber zum weiteren Abtransport ins Mittenwalder Ried gebracht. Die Bergung des Toten hatte sich allerdings aufgrund eines Föhneinbruchs und daraus resultierenden starken Winds in dem extrem abschüssigen Terrain als schwierig erwiesen.

Die drei Begleiter, die die Rettungskräfte verständigt hatten, erlitten einen Schock. Sie mussten vom Kriseninterventionsdienst (KID) psychologisch betreut werden. Laut Polizei waren die vier westfälischen Bergsteiger gut ausgerüstet. Die Tour an der Wettersteinspitze sei definitiv nicht ihre erste gemeinsame Wanderung gewesen, unterstreicht Polizeisprecher Breidenbach.

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