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Seltene Gelegenheit: Die Besucher konnten zu Fuß durch den Tunnel gehen.

Verkehr im Isartal

Tunnel-Fest in der fast fertigen Scharnitzer Umfahrung

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Verbinden statt trennen: Mit dem Porta-Claudia-Tunnel entsteht eine neue Trasse zwischen Österreich und Deutschland. Die galt es nun zu erkunden. 

Scharnitz – Isabella Blaha ist glücklich. Die Bürgermeisterin steht mit ihrem Sohn Marco im Notausgang des Porta-Claudia-Tunnels. Er hat gerade ein Theaterstück mit einem Spielfreund aufgeführt. Im Tunnel sammeln sich über 130 Menschen. Mehr als Marco Blaha erwartet hat. „Ich bin überwältigt von der Anzahl“, sagt er. Eigentlich haben sie nur mit 20 bis 30 Besuchern gerechnet. Zuvor waren viele Menschen durch den fast fertigen Tunnel marschiert. In den nächsten Wochen müssen nur mehr Kleinigkeiten erledigt werden. Am 10. November ist offizielle Eröffnung.

Friedrich Berger, der für die Bauaufsicht verantwortlich ist, erklärt den interessierten Zuhörern die Daten. „Leider ist die Galerie nicht zustande gekommen“, bedauert Berger aus Reith bei Seefeld beim Blick auf die Marchklamm. Hier hätten die Tiroler gerne mit der Tunnelumfahrung eine Galerie für den Lawinenschutz bewerkstelligt. Aber er hofft nach wie vor. „Vielleicht wird sie ja noch“, meint er optimistisch. „Die Bayern sind sich da noch nicht ganz einig geworden.“

Den Gästen gefällt der Tunnel trotzdem. 940 Meter laufen sie auf der Straße. Dort, wo sich in wenigen Wochen wohl Auto an Auto reiht, fahren Räder und Kinder spielen mit den Türen. „Deshalb schaltet der Betrieb grad auf 30 Stundenkilometer“, erklärt Berger und lacht. Ab dem 10. November kann mit Tempo 80 durch die Umfahrung gefahren werden.

Während Berger den Tunnel mit den 130 Gästen abschreitet, steht Garmisch-Partenkirchens Landrat Anton Speer (Freie Wähler) am Rand der Besichtigungsgruppe. „Mich freut es, dass die Zusammenarbeit so gut funktioniert“, sagt er zu Bürgermeisterin Blaha. Nicht weit entfernt im Notausgang ist die Bühne zu sehen, auf der der Kultur- und Kunstverein mit ihrem Sohn an der Spitze an den Bau der Porta-Claudia erinnert. Zwischen den Stücken und den Reden spielen Blasmusikanten von der Innsbrucker Musikschule. „Früher hat die Porta Claudia getrennt, heute verbindet sie“, sagt auch Fabian Rössler. Er ist im Vorstand des Vereins und Mitorganisator des Spektakels. Zu dem gehört auch das, was Marcus Autherith draußen vorbereitet hat: ein richtiges Lager wie zu Zeiten von 1800. Autherith trägt eine Uniform des österreichischen Kaiserlich-Königlichen Infanterie-Regiments und sieht sehr schneidig aus. Kinder lassen sich mit ihm fotografieren, Erwachsene fragen nach dem richtigen Umgang mit der Muskete. „Dreimal in der Minute konnten die Soldaten damals schießen“, erklärt er. Autherith ist ein Blickfang. Er steht vor dem Notausgang des Tunnels und erklärt vielen Besuchern die historischen Hintergründe der Porta-Claudia-Schlachten um das 19. Jahrhundert.

Währenddessen spielt das Innsbrucker Blasorchester die Europahymne. „Das Bauwerk ist nicht nur für uns lokal wichtig“, erklärt Blaha. „Es ist für ganz Europa wichtig.“

Schließlich verbindet der neue Tunnel Österreich und Deutschland. „Da haben wir einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet“, erzählt sie. Im Gegensatz zu früher. Da habe die Festung Porta-Claudia noch die Länder getrennt.

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