Winterschlaf: Auf der Baustelle am Dekan-Karl-Platz wurden die Arbeiten bis auf Weiteres eingestellt. Foto: kunz

Unfreiwilliger Baustopp am Dekan-Karl-Platz

Mittenwald - Die Gerüchte hielten sich hartnäckig. Jetzt ist es amtlich: Die Arbeiten am Wohn- und Geschäftshaus am Dekan-Karl-Platz sind eingestellt. Der Grund: Die Baufirma ist pleite.

Die Baufirma aus dem Schwarzwald, die in den vergangenen Monaten das Wohn- und Geschäftshaus am Mittenwalder Dekan-Karl-Platz hochzog, hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigt Auftraggeber Josef Reichenberger von der Staufen GmbH & Co KG aus Ainring. Deren bisheriges Partnerunternehmen wollte bis dato keine dazu Stellung abgegeben.

Damit haben sich die hartnäckigen Gerüchte bewahrheitet, die unterm Karwendel an den Stammtischen kursierten. Doch wie soll es im neuen Jahr mit dem Prestigeobjekt im Herzen Mittenwalds weitergehen? Die Staufen GmbH & Co KG will 2011 mit dem zuständigen Insolvenzverwalter Verbindung aufnehmen. „Wir sind bemüht, nach einer Einigung den Bau in Einzelvergabe zu Ende zu führen.“ Geklärt werden muss dabei, wie viel Geld bereits verbaut und wie viele Leistungen noch offen stehen.

Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner bestätigt ebenfalls die Pleite: „Herr Reichenberger hat mich bereits telefonisch über die Sachlage informiert. Ich begrüße, dass er jetzt das Wohn- und Geschäftshaus in Eigenregie fertig stellen will.“

Als Termin nannte der Bauherr das zweite Quartal 2011. Ursprünglich sollte das Sieben-Millionen-Euro-Projekt bis Weihnachten 2010 bezugsfertig sein. Inzwischen meint Josef Reichenberger: „Zwischen Ende April und Anfang Juni wollen wir in Mittenwald die offizielle Eröffnung feiern.“

Die Staufen GmbH & Co KG hatte im Sommer 2009 sowohl das Fibinger- (1400 Quadratmeter) als auch das Franziskaner-Areal (2200 Quadratmeter) erworben. Im Raum steht eine Kaufsumme von 1,8 Millionen Euro.

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