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Geschenk für die Ministerin: Bürgermeister Adolf Hornsteiner (l.) überreicht Ursula von der Leyen im Offiziersheim eine nachempfundene Violine und ein Buch über den Mittenwalder Geigenbau. Im Hintergrund zu sehen: ihr Kabinettskollege Alexander Dobrindt.

Gute Neuigkeiten von Ursula von der Leyen 

Ministerin verspricht 33 Millionen Euro für Mittenwald

Gute Nachrichten von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Beim Neujahrsempfang in Mittenwald kündigte sie binnen der nächsten fünf Jahre 33 Millionen Euro für den Gebirgsjäger-Standort an.

Mittenwald – Kein Wunder, dass im Offiziersheim Applaus aufbrandet. Soeben hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den 330 geladenen Gästen verkündet: „Wir werden in den nächsten fünf Jahren 33 Millionen Euro in Mittenwald investieren.“ Denn für die Chefin von der Hardthöhe steht fest: „Solche Standorte haben Zukunft.“ Ein verheißungsvolles Statement am Freitag beim traditionellen Neujahrsempfang von Marktgemeinde und Bundeswehr und eine beruhigende Botschaft für die über 1000 Soldaten in der Gebirgsjäger-Garnison.

Um exakt „15 null vier“ – so die die fachkundige Ausdrucksweise eines Berliner Sicherheitsbeamten – wird die Ankunft von der Leyens erwartet. Tatsächlich: Punktgenau zu dieser Uhrzeit fahren drei schwarze, gepanzerte Limousinen vor. Aus Wagen Nummer eins entsteigt die fesche Ministerin – klein, adrett, die Frisur sitzt. „Ach, Sie sind der Bürgermeister“, meint sie in Richtung des am Eingang des Offizierscasinos wartenden Adolf Hornsteiner, nachdem ihn Gastgeber und Kommandeur Andreas Bockmann kurz vorgestellt hat. Der Rathauschef mit Gamsbart auf dem Trachtenhut grüßt höflich zurück.

Dann zieht sich der prominente Gast ins Jagerstüberl zurück – frisch machen. Ein Tässchen Cappuccino und ein Plausch mit Kabinettskollegen Alexander Dobrindt (CSU) später betritt sie nach 20 Minuten das Teezimmer und trägt sich ins Goldene Buch der Marktgemeinde und das des Standortältesten ein. Diese Ehre wird auch Verkehrsminister Dobrindt zuteil.

Über einen Bildband zum Mittenwalder Geigenbau, ausgehändigt vom Bürgermeister, freut sie sich besonders. Endlich was zu lesen beim Rückflug, was sie interessiert – „nicht immer nur Akten“. Dabei erzählt sie dem leidenschaftlichen Zitherspieler Hornsteiner, dass drei ihrer sieben Kinder Violine spielen. Ja, die berühmte Geigen-Virtuosin Anne-Sophie Mutter sei sogar von einem aus ihrer Schar Patentante.

Schon geht’s weiter in den Festsaal. Der Zeitplan ist präzise getaktet. Nach ihrer kurzen, aber eindringlichen Rede über Globalisierung, das deutsch-amerikanische Verhältnis und die „einzigartigen und unverzichtbaren“ Gebirgsjäger braust sie um 16.30 Uhr ab nach Starnberg zum nächsten Termin. Im Gepäck hat sie auch ein Präsent von Alexander Dobrindt – ein Bild der Heiligen Ursula. Hierzu legte der Ministerkollege extra einen Zwischenstopp im Kloster Ettal ein – zwecks kirchlichen Segens. „Und falls der nicht reicht, ein Schnaps ist auch noch dabei.“

Christof Schnürer

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