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Gebäude mit Geschichte: Aus der ehemaligen Postfiliale soll ein Museum werden.

 Erst muss sich der Gemeinderat beraten

Pläne fürs Postgebäude Mittenwald: Bürgermeister spricht von „interessantem Projekt“

Der Dornröschenschlaf des ehemaligen Postgebäudes in Mittenwald soll zu Ende gehen. Eine Münchner Künstlerin möchte in der 2015 erworbenen Immobilie Gemälde ausstellen. Kommende Woche berät der Gemeinderat darüber.

Mittenwald – Wenn am Dienstag der Mittenwalder Marktgemeinderat zusammentritt, dann wird nicht nur die Standortfrage beim Schwimmbad-Neubau geklärt. Licht ins Dunkel kommt auch in einer anderen, nicht minder spannenden Sache, die in den zurückliegenden drei Jahren beinahe in kollektive Vergessenheit geriet: das Schicksal des verwaisten Postgebäudes am Bahnhofplatz.

Offenbar kommt nun Bewegung in die Angelegenheit. Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) spricht von „einem interessanten Projekt“. Wenn man die Tagesordnung liest, klingt’s weniger prickelnd. Darin heißt es: Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes Nummer 42 „Dammkarstraße/Bahnhofstraße“ – und zwar im Bereich des ehemaligen Postgebäudes. Dieses Gesuch hat die Eigentümerin der Immobilie, eine Künstlerin aus München, gestellt. Laut Bürgermeister plant die Frau, die für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, in dem denkmalgeschützten Anwesen ein Museum zu realisieren. Dabei solle es auch „bauliche Erweiterungen“ auf dem 2000 Quadratmeter großen Gelände geben. Ferner teilt Hornsteiner mit, dass in dem 104 Jahre alten Komplex mit dem signifikanten gelben Anstrich einmal Gemälde bewundert werden sollen.

Erworben hat die Münchnerin das Postgebäude im Sommer 2015 von einer Investorengruppe um den ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär Wolfgang Gröbl. Im Raum stand seinerzeit ein Betrag von knapp über einer Million Euro. Bis 12. Mai 2009 konnten in dem Haus Päckchen und Briefe aufgegeben werden. Dann machte die Deutsche Post AG die Mittenwalder Filiale dicht.

Im Bahnhofsensemble mit dem modernen Ärztehaus und dem Bahnhofsgebäude nimmt die Post eine dominierende Position ein. Und wer weiß: Möglicherweise wird auf dem benachbarten Nemayer-Areal demächst auch noch ein Hallenbad gebaut.

Christof Schnürer

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