Starke Frauen: (v.l) Stefanie Reindl, Christine Hornsteiner, Katharina Gerstmeir, Kathrin Pölzl und Regina Sprenger schafften es unter Aufsicht von Sepp Brennauer bis ins Halbfinale.
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Starke Frauen: (v.l) Stefanie Reindl, Christine Hornsteiner, Katharina Gerstmeir, Kathrin Pölzl und Regina Sprenger schafften es unter Aufsicht von Sepp Brennauer bis ins Halbfinale.

Wagenradziehen: Spektakel mit grausamer Geschichte

Mittenwald - 800 Besucher feuerten die 14 Teams in der Mittenwalder Kuranlage Puit an. Die Platter-Buam setzten sich bei dem untrerhaltsamen Wettbewerb durch. Dabei hat das Wagenradziehen eine brutale Historie.

Der Historische Spielmannszug Mittenwald feierte am Samstag sein 25. Jubiläum mit einem Wagenradziehen in der Mittenwalder Kuranlage Puit.

Dabei lag alles in der Hand von Schriftführer Thomas Hornsteiner. Er fungiert an diesem Tag als Wettkkampfleiter und hat sich mit dem Ursprung des Wagenradziehens eingehend auseinandergesetzt. Das Wettziehen in alle vier Himmelsrichtungen hat nämlich einen grausamen geschichtlichen Hintergrund. „Zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert wurden Königsmörder auf dem Marktplatz öffentlich gevierteilt“, erläuterte er den Zuschauern. „Das wurde mit Pferden, Flaschenzügen und Menschen bewerkstelligt.“

Für die zweite Auflage der mittlerweile unblutigen und harmlosen Unterhaltung hatten sich 14 Mannschaften angemeldet. Die Männer zogen zu viert, die Frauen zu Fünft. Unter der Aufsicht der Schiedsrichter Franz Sailer, Sepp Sprenger, Matthias Brummer und Sepp Brennauer versuchten die Teams, das in der Mitte eines viereckigen Tischs liegende Wagenrad mit Hilfe eines Seils auf ihre Seite zu ziehen. Sieger wurde die Gruppe, auf deren Seite das in der Radnabe steckende rote Holz nach unten fällt.

Letztendlich setzten sich nach fast vierstündigem Wettkampf die „Plattler-Buam“ Andreas Reiser, Andreas Kriner, Hannes Struß und Matthias Brandner durch - wie bereits im Vorjahr. „Wir haben es wieder geschafft“, jubelte Reiser. „Es kommt halt nicht nur auf Kraft, sondern auch auf Geschicklichkeit an.“ Eine Autogrammstunde von Ex-Biathletin Martina Beck rundete das Programm zusammen mit der Spielmannszug-Musi und den Karwendel-Buam ab.

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