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WM-Tristesse: "Es ist wie ausgestorben"

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Ideenreich: Wirtin Christl Veit hat den Eingangsbereich des Traditionsgasthofs Stern mit allerlei nostalgischer Dekoration versehen – offenbar umsonst.  Foto: tomaschek
Ideenreich: Wirtin Christl Veit hat den Eingangsbereich des Traditionsgasthofs Stern mit allerlei nostalgischer Dekoration versehen – offenbar umsonst. Foto: tomaschek

Mittenwald - Es zeichnet sich immer mehr ab: Die alpinen Ski-Weltmeisterschaften drohen im Oberen Isartal zu floppen - zumindest in touristischer Hinsicht.

Stern-Wirtin Christl Veit hat sich viel Mühe gemacht. Pünktlich zu den Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen hat sie ihr Lokal mit alten Skiern dekoriert. „Ich hab’ die WM richtig beworben“, erzählt die ideenreiche Gastronomin. Doch das Echo „war gleich Null“. Und das obwohl der Stern im Vorfeld in den exklusiven Kreis der WM-Partnerhotels Aufnahme gefunden hatte. Doch nicht nur im Wirtshaus am Fritz-Prölß-Platz herrscht Flaute. „Es ist wie ausgestorben“, wunderte sich Veit, als sie vor einigen Tagen im Obermarkt unterwegs war. „In ganz Mittenwald kriegst’ nix von der WM mit.“ Schlimmer noch: „Das Geschäft läuft so schlecht wie nie.“ Schuld daran sei vor allem die mangelhafte PR aller Tourismus-Schaffenden der Region gewesen, meint Veit. „Da ist wohl einiges schief gelaufen.“

Eine WM-Tristesse räumt auch Sabrina Blandau, stellvertretende Tourismus-Direktorin, ein. „Das muss ich leider bestätigen. Wir spüren wenig von der WM.“

Auch auf dem Seefelder Plateau ist Ernüchterung eingekehrt. Ein Weltmeisterschafts-Hype ist bei den ski-verrückten Nachbarn jedenfalls nicht ausgebrochen. „Wir schreien nicht Hurra“, bringt es Seefelds Tourismuschef Markus Tschoner auf den Punkt. Zwei Jahre hat die Olympiaregion Seefeld auf die WM als „ideales Basislager“ für Schlachtenbummler hingewiesen.

Alle Mühe umsonst - zumindest scheint es so. Denkt Tschoner an Februar und März, spricht er „von knochenharten Monaten“. Schon jetzt bereitet ihm die Winter-Endabrechnung Magenschmerzen. „Denn ein Plus wage ich zu bezweifeln.“

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