1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen
  4. Mittenwald

Wochenende der Gebirgsjäger

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gute Laune legen im Sommer 2013 diese beiden Soldaten der Brigade 23 bei einer routinemäßigen Patrouille in einem Dorf in der afghanischen Provinz Baghlan an den Tag. Foto: Bundeswegr
Gute Laune legen im Sommer 2013 diese beiden Soldaten der Brigade 23 bei einer routinemäßigen Patrouille in einem Dorf in der afghanischen Provinz Baghlan an den Tag. Foto: Bundeswegr

Mittenwald - Mit Somalia hat alles angefangen: Seitdem blickt die Brigade 23 auf 20 Jahre Auslandseinsätze zurück. Das soll gebührend gefeiert werden - und zwar in Mittenwald.

Kein Zweifel: Das kommende Wochenende gehört den Gebirgsjägern. An zwei Tagen erinnert die Brigade 23 (Sitz in Bad Reichenhall), zu der auch das Mittenwalder Bataillon 233 zählt, im Geigenbauort mit einem Gelöbnis und einem Tag der offenen Tür an 20 Jahre Auslandseinsatz (siehe Programm). Was vor allem den Bürgermeister freut. Adolf Hornsteiner betont, dass die Bundeswehr einen hohen Stellenwert in der heimischen Bevölkerung genieße - nicht zuletzt „als Wirtschaftsfaktor“.

Am Sonntag schließt sich die traditionelle Feier des Kameradenkreises der Gebirgstruppe auf dem Hohen Brendten an. Mehrere hundert Gottesdienstbesucher werden am Ehrenmal erwartet - Störenfriede, die schon mal für den G7-Gipfel in Schloss Elmau proben wollen, allerdings nicht. „Uns liegen keine Erkenntnisse vor“, bestätigt Mittenwalds Polizeichef Michael Weber. Auch von einer Mobilisierungs-Kampagne auf den einschlägigen Internetseiten linksgerichteter Demonstranten fehlt jeder Hinweis. „Deshalb gehen wir davon aus, dass es keine Störungen geben wird“, schlussfolgert Weber.

Harmonie und gute Unterhaltung versprechen auch die Organisatoren der Truppenschau am Samstag, die ganz im Zeichen zahlreicher Auslandsmissionen steht. Alles begann vor 20 Jahren in Somalia. Dort beteiligte sich auch die Brigade 23 an einem Friedenseinsatz. „Das war schon eine prägende Zeit“, findet Peter Körner (64). Der Mittenwalder, der inzwischen im Bayerischen Wald lebt, schwitzte vier Monate bei 42 Grad Celsius im Schatten im Landesinneren des afrikanischen Krisenstaates - zunächst in einem Camp in Belet Uen, dann in der Hauptstadt Mogadischo. Der Hauptfeldwebel vom Gebirgs-Nachschubbataillon 8 kümmerte sich im Verpflegungszug mit 33 weiteren Köchen um das Wohl der 1700 Soldaten. „Wir lebten wie die Made im Speck“, erinnert er sich. Auf 82 Container - prall gefüllt mit Lebensmitteln - konnten die Einheiten zurückgreifen. Außerhalb des Lagers regierten bei den Einheimischen Hunger und Not.

Friedenssicherung stand auch in Afghanistan auf der Agenda. Mehrfach waren die Gebirgsjäger am Hindukusch - zuletzt im Sommer 2013. csc

Auch interessant

Kommentare