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Schöne, neue Welt: (v. l.) Marc Schönfeld (easybooking), Agnes Prantner (Alpenwelt Karwendel), Judith Fidler (Stellvertretende Geschäftsführerin der Alpenwelt) und Gesine Wagner (feratel Deskline) geben wichtige Infos.

Online-Buchungen steigen an

Fast kein Urlauber bucht mehr klassisch

Isartal - Ohne Internet geht gar nichts mehr: Experten haben bei einer Schulung für Vermieter dargelegt, wie sich das Reservierungsverhalten der Gäste geändert hat. 

Die Zeit schreitet rasend schnell voran. Deutlicher denn je macht dies ein Fotovergleich von Marc Schönfeld aus Innsbruck. Der Prokurist und Vertriebsleiter der Firma „easybooking“ zeigt zuerst ein Foto vom Petersplatz in Rom bei der Papstwahl 2005, als Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. zu den Massen sprach. Tausende Menschen sind darauf abgebildet, die Schulter an Schulter das neue katholische Oberhaupt sehen wollen. Dann zeigt Schönfeld die gleiche Situation – allerdings im Jahr 2013 bei der Wahl von Papst Franziskus. Auch auf ihm blicken unzählige Gläubige in die Höhe – diesmal jedoch leuchten tausende von Smartphones und Tablets auf. Acht Jahre Unterschied, zwei gänzlich verschiedene Motive. „Die Fotos zeigen deutlich, wohin die Gesellschaft wandert, ob wir wollen oder nicht“, stellt der Vertriebsleiter klar. Die Welt geht online und das Isartal geht mit, so die Botschaft.

Schönfeld, der gemeinsam mit Gesine Wagner von der Firma feratel in Mittenwald, Krün und Wallgau bei Vermieterschulungen Vorträge hielt, weiß, dass heute ohne Internet fast nichts mehr geht. Easybooking arbeitet in Kooperation mit feratel und bietet mit dem „Channel Manager“ nun ein Zusatzprodukt für die neue Version „WebClient 4“ an. Dadurch werden die Vermieter-Daten auch für die Reiseportale booking.com, Tiscover und HRS übernommen. Die Gäste-Anfragen und Buchungen online sind nämlich ins Unermessliche gestiegen, wie Schönfelds Tabellen zeigen. Im Gegensatz zu 2005 erkundigen sich oder buchen nur mehr ein Bruchteil aller Gäste telefonisch, auf dem klassischen Postweg oder per Fax fast gar keiner mehr.

Um mit dieser rasanten Entwicklung mithalten zu können, rüstet auch das Destination-Management-System feratel stetig auf. In seiner neuesten Version WebClient 4, die seit kurzem von den Gastgebern genutzt werden kann, legte feratel deshalb besonderes Augenmerk auf Mobilität und Vereinfachung.

„Es ist nun möglich, auf Smartphone, Tablet und auf Mac-Produkten unkompliziert auf seine Anbieter-Maske zugreifen zu können“, erläutert Schneider. Zudem wurde eine einfache Online-Hilfe integriert, die „Infoboxen zu allen Funktionen“ beinhaltet und mit Schulungsvideos ergänzt wird. Damit brauche man sich „nicht mehr durch trockene Handbücher“ quälen.

Neu ist auch der sogenannte „Content-Score“: Die eingepflegten Daten der Vermieterbetriebe werden künftig auf die Bereiche Auffindbarkeit, Präsentation und Buchbarkeit überprüft. Die Vollständigkeit und Qualität werden dem Vermieter in Form von Prozentpunkten angezeigt und konkrete Hinweise zur Verbesserung der Datenqualität zusätzlich eingeblendet. Damit soll beispielsweise vermieden werden, dass Bilder in schlechter Auflösung oder in zu geringer Anzahl vorhanden sind.

Neu sind auch Benutzung und Menüstruktur. „Es wurde alles einfacher und klarer strukturiert“, betont Schneider. Da es – vor allem für ältere Vermieter – oftmals „schwer“ sei, der neuen Technik zu folgen, wird noch bis Herbst dual zur Version 4 auch noch der WebClient 3 funktionieren.

„Dann haben Vermieter in Ruhe Zeit, sich an die neue Version zu gewöhnen“, erklärt die stellvertretende Geschäftsführerin der Alpenwelt Karwendel, Judith Fidler. Sie durfte gemeinsam mit Sabrina Blandau insgesamt fast 200 Vermieter an den drei Schulungsterminen begrüßen.

Josef Hornsteiner

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