Sagt Krün seine Hilfe zu: Kanzleramtsminister Peter Altmaier. foto: dpa

Altmaier stärkt Krün den Rücken

Krün - Journalisten, Regierungsmitarbeiter und Bürger: Seitdem klar ist, dass der G8-Gipfel 2015 in Schloss Elmau stattfindet, steht das Telefon im Krüner Rathaus nicht mehr still.

Ständig klingelt das Telefon. Wie oft Thomas Schwarzenberger derzeit täglich den Hörer abnimmt, kann er kaum mehr zählen. Der G8-Gipfel schlägt in seinem Dorf hohe Wellen. Seitdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vergangene Woche verkündet hat, dass sich die mächtigen Staats- und Regierungschefs 2015 in Schloss Elmau treffen, herrscht in Krün Ausnahmezustand. Der Rathauschef ist dabei einer der wichtigsten Ansprechpartner vor Ort. Doch als der CSU-Mann vor wenigen Tagen mal wieder den Hörer abnahm, stutzte er doch. „Die Vorzimmer-Dame von Kanzleramtschef Peter Altmaier war dran“, erzählt er. Der frühere Bundesumweltminister wollte persönlich mit dem Bürgermeister reden - und ihm sagen, dass er ihm bei Problemen rund um den G8-Gipfel zur Seite steht. Gleiches gilt für den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der seine Hilfe für Krün über den Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber (CSU) ausrichten ließ. „Es tut gut zu wissen, dass diese Unterstützung da ist“, sagt Schwarzenberger. Er erhofft sich von den prominenten Hilfsangeboten, dass „die Mühlen schneller mahlen“ und Projekte anschieben, „die wir nicht allein auf den Weg bringen können“.

Wie beispielsweise eine weitere, temporäre Stelle fürs Rathaus, um dem Trubel Herr zu werden. Denn es gilt, noch viele Fragen bis Juni 2015 zu klären. Das Sicherheitskonzept und Baumaßnahmen sind nur zwei von etlichen Punkten. Aber sehr spannende. Denn klar dürfte sein, dass Krüns Infrastruktur, speziell im Ortsteil Klais, profitiert. Auch eine Umfahrung „ist wieder ein Thema“, verrät der Rathauschef. Wie die aussehen könnte - eine Umleitung über den Quicken ist nur eine Variante -, bleibt noch offen.

Einige Fragen werden vielleicht schon am heutigen Freitag beantwortet, hofft Schwarzenberger. Denn nun kommt eine Delegation des Auswärtigen Amts ins Isartal. „Wir werden wohl über den Ablauf der Veranstaltung informiert und wie die Zusammenarbeit laufen soll“, mutmaßt er. Vielleicht erfährt er heute sogar schon den offiziellen Termin des Gipfels. „Das wäre für uns natürlich wichtig zu wissen.“

Auch er selbst wird für das Politik-Spektakel häufig reisen müssen. Zumindest nach München. Dort trifft er sich in der nächsten Woche erstmals mit Christine Haderthauer (CSU). Seehofer hat die Leiterin der Staatskanzlei zur ersten Ansprechpartnerin für den G8-Gipfel gekürt. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Mit ihr wird Schwarzenberger in den nächsten Monaten wohl auch oft telefonieren. nine

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