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Raserei fast unmöglich: Der Ausbau der Schöttlkarstraße an der Bahnüberführung dient als Verkehrsbremse.

Bahnüberführung in Mittenwald

Deutsche Bahn blitzt ab

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Mittenwald - Sie fahren nicht auf einer Schiene: Die DB Netz AG will die Eisenbahnüberführung an der Mittenwalder Schöttlkarstraße erneuern. Die Marktgemeinde springt auf diesen Zug nicht auf.

Oft haben sie in der Vergangenheit kooperiert. Konstruktiv zusammengearbeitet und positive Ergebnisse erzielt. Am Bahnübergang am Mühlenweg zum Beispiel. Diesmal aber bewegen sich die Marktgemeinde Mittenwald und die DB Netz AG in zwei Richtungen. Ein Plan, zwei Meinungen, kein gemeinsames Anpacken. Die Kommune lehnt es ab, sich an der Erneuerung beziehungsweise Verbreiterung der Eisenbahnüberführung an der Schöttlkarstraße zu beteiligen (einstimmig).

 „Erste Abstimmungen mit der Gemeinde im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Straße sind gelaufen“, teilt Franz Lindemair, Sprecher des Konzerns mit. Der Bauausschuss hat sich dem Thema angenommen und zog im Vorfeld der Sitzung bereits sein Fazit: ein negatives. Denn sobald die Marktgemeinde einen Änderungswunsch äußert, sitzt sie mit im Boot. Das heißt, sie wird bei den Kosten herangezogen. Und die könnten immens ausfallen, wie ein Beispiel zeigt: Das Unternehmen ist bei seinen Berechnungen von einer geringfügigen Verbreiterung der Straße sowie von einer neuen lichten Breite von 8,25 Meter anstatt der bestehenden 7,87 Meter ausgegangen, hieß es in der Sitzung. In diesem Fall würden die Gesamtkosten bei rund 1,5 Millionen Euro liegen, der Anteil der Gemeinde bei zirka 560 000 Euro, abzüglich des sogenannten Vorteilsausgleichs von 271000 Euro. Somit blieben etwa 290 000 Euro, die unter Umständen noch zu 50 Prozent förderfähig sind.

Wie die Pläne der DB tatsächlich aussehen, steht noch nicht fest. „Ich weiß keine Einzelheiten“, sagt Marktbaumeister Ralf Bues. Er hat nur vage Vermutungen: „Wahrscheinlich wollen sie die Stützwände und die Brückenkonstellation erneuern.“ Auch Lindemair gibt keine Vorausschau. Die Planungen seien noch nicht abgeschlossen, erst dann könne der Konzern mehr kommunizieren. 

Doch die Gemeinde hat ohnehin keinen Bedarf etwas zu ändern. „Wir wollen keine Straßenverbreiterung“, betont Bues. Der aktuelle Zustand mit einer Breite von zirka 4,20 Meter würde sogar bei der Mindestbreite von drei Metern noch beidseitig einen Gehsteig zulassen. Derzeit gibt es nur einen. Und der Ist-Stand bringt einen Vorteil mit sich. „Das ist dort wie eine Bremse für den fließenden Verkehr“, betonte Rathauschef Hornsteiner (CSU). Ein wichtiger Punkt, weil die Stelle als Art Eingang in den Mittenwalder Untermarkt gewertet werden kann. Wenn die Eisenbahnüberführung aber ausgebaut und entsprechend vergrößert wird, sei fraglich, ob die Maßnahme nicht den Zielen des Mittenwalder Verkehrskonzeptes widerspreche. 

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