Alles ruhig verlaufen: Auf der Arena-Tribüne sind alle Fans friedlich – wohl auch wegen der Polizei-Präsenz. Foto: kunz

Brennpunkt Arena Mittenwald: Polizeischutz für Puckjäger

Mittenwald - Tumulte sind ausgeblieben. Das Eishockeyspiel Mittenwald gegen Augsburg in der Arena verlief reibungslos. Grund dafür war wohl die geballte Polizei-Präsenz.

Das kommt auch nicht alle Tage vor, dass Radiosender Bayern I ein unterklassiges Eishockeyspiel ankündigt. Aber die Bezirksliga-Spitzenpartie zwischen Gastgeber EV Mittenwald und dem Augsburger EV 1b barg ordentlich Zündstoff. Grund hierfür waren Ausschreitungen gewaltbereiter AEV-Fans vor einer Woche in Garmisch-Partenkirchen. Um ähnliche Tumulte in Mittenwald zu verhindern, war eine Vielzahl an Sicherheitskräften in und vor der Arena aufmarschiert. Die Puckjäger durften somit unter Polizeischutz ihrem Hobby nachgehen.

Deshalb bot der EVM gleich 14 Ordner auf. „Wir haben sonst nur vier Mann im Einsatz“, betont EVM-Vorsitzender Peter Reinpold. Die Rotkreuz-Bereitschaft mit Rettungswagen und vier Kräften sowie die Wasserwacht mit sieben Mann hatten ihr Kontingent gegenüber normalen Begegnungen „nur“ verdoppelt.

Die Tribüne war eigentlich den „Fans“ des SC Riessersee 1b vorbehalten. Doch diese ließen sich dieses Mal nicht blicken. Offenbar scheute der eine oder andere Krawallmacher aus Garmisch-Partenkirchen die Konfrontation mit den rund 30 mitgereisten AEV-Anhängern und der Polizei. Somit hatten auch die in Zivil vertretenen Ordnungshüter freies Blickfeld auf die Eisfläche.

Zum Schlager waren 180 Zuschauer gekommen, rund 50 mehr als bei „normalen“ Punktspielen. Die Anhänger des EVM wurden an der Arena-Gaststätte vorbei auf die Tribünenseite Nord und die AEV-Fans durch den Stadioneingang auf die Tribünenseite Süd geleitet. So friedlich wie das Spiel, so zurückhaltend waren auch die angereisten Schwaben. „Augsburger Amateure, wir singen Sha La La La La oder Amateure Olé, Olé, Olé“ skandierten sie bis zum Schluss und traten ohne besondere Vorkommnisse die Heimreise an.

Zufrieden zeigte sich nach dem Spiel EVM-Boss Reinpold - nicht nur wegen des erfreulichen Ergebnisses (3:2-Sieg für Mittenwald), sondern in erster Linie aufgrund der Polizeiarbeit. „Unauffällig und doch präsent, da konnte nichts passieren. Wir wollten unseren Zuschauern die größtmögliche Sicherheit bieten, und das ist uns gelungen.“

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