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Gerüchte kursieren in Mittenwald wegen der Polizei.

Gerüchte um Polizei-Dienststelle

"Mittenwald wird Inspektion bleiben"

Mittenwald - Das Ende der Mittenwalder Polizei-Inspektion wird beschworen – wieder mal. Doch das übergeordnete Präsidium Rosenheim verweist kursierende Gerüchte ins Reich der Fabel. 

Angesichts der jüngsten Terroranschläge im Freistaat sind die Bayern beim Thema innere und persönliche Sicherheit sensibel geworden. Mehr denn je wird aktuell nach einer gut ausgerüsteten und stark präsenten Polizei verlangt. Ja, es sind gefühlt latent unsichere Zeiten. Der Terror ist in den Köpfen der Menschen angekommen – auch beim evangelischen Pfarrer Wolfgang Scheel. Der möchte nach der Ermordung eines französischen Amtsbruders durch Islamisten neuerdings partout bei Gottesdienst-Ankündigungen vorsichtshalber den Namen von Kurpredigern nicht mehr nennen.

Da passt das neueste Gerücht, die Polizei-Inspektion werde zur sporadisch besetzten Tagesdienststelle herunter reduziert, natürlich genau ins Bild. Nichts dran, versichert Andreas Guske, der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Mittenwald wird Inspektion bleiben.“ Doch ändern soll sich trotzdem was.

Als der stellvertretende Dienststellen-Leiter Thomas Rappensberger vom Tagblatt darauf angesprochen wird, verweist dieser sofort auf die übergeordnete Instanz in Rosenheim – offenbar zu heikle Fragen in bewegten Zeiten. So darf Guske die Neuerung, die eigentlich erst im September hätte verkündet werden sollen, preisgeben. Künftig kann die Inspektion nachts auch geschlossen werden. Bislang ist der Posten an der Prinz-Eugen-Straße rund um die Uhr besetzt. Falls jemand in den Abendstunden die Mittenwalder Polizei kontaktieren möchte, so muss er ganz normal dort in die Freisprech-Anlage reden. Dann meldet sich nicht mehr ein Ordnungshüter im Gebäude, sondern ein Kollege von der Einsatzzentrale Rosenheim. Dieser koordiniert dann je nach Bedarf die Kräfte vor Ort. Denn Streifen werde es nach wie vor geben unterm Karwendel. „Das soll nur in der Nacht sein“, betont Guske. „Aber wir wollen mehr Präsenz auf der Straße.“

Aktuell schieben 27 Polizisten Dienst in der Inspektion Mittenwald, die eher selten mit Schwerverbrechen konfrontiert ist. Von Zeit zu Zeit ist immer mal wieder die Rede davon, dass für die liebgewonnene Dienststelle das Totenglöckchen läutet. Jetzt war’s mal wieder soweit.

Christof Schnürer

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