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Derzeit in Betrieb: die Mittenwalder Karwendelbahn. 

Bürgerinfo per Postwurfsendung

Karwendelbahn-Streit: Gemeinde stellt Reich-Gruppe an den Pranger 

Mittenwald - Die Marktgemeinde lässt sich nicht unterkriegen - und kämpft weiter gegen die Reich-Gruppe und für den Erhalt der Karwendelbahn. Eine Stellungnahme flatterte jetzt in die Briefkästen der Bürger.

Die Marktgemeinde Mittenwald geht im Dauerstreit um die Karwendelbahn AG vollends in die Offensive. Per Postwurf-Sendung an alle Haushalte erneuert die Kommune, die 32 Prozent der Anteile hält, die Vorwürfe an die Hauptaktionäre (45 Prozent) aus Heidenheim.

„Die Reich-Gruppe will ihre Ankündigung wahrmachen und die Karwendelbahn AG zerschlagen, die Mitarbeiter entlassen und den Bahnbetrieb einstellen“, heißt es in den Schreiben, das Bürgermeister Adolf Hornsteiner und dessen Vize Gerhard Schöner (beide CSU) unterzeichnet haben.

An die Adresse der Reich-Gruppe, die sich 2012 über ihre Konsortium AG in dem Unternehmen eingekauft hat und seit Februar 2016 mit einem Phantom als Vorstand zuletzt durch fragwürdige Personalentscheidungen aufhorchen ließ, steht ferner – und das kommt einer Kampfansage gleich: „Der Markt Mittenwald wird alle rechtsstaatlichen Hebel in Bewegung setzen, um zu verhindern, dass die Reich-Gruppe ihr Ziel erreicht.“ Exponiert hat sich in diesem Firmen-Konglomerat Wolfgang W. Reich, der sowohl in Mittenwald als auch in seiner Heimatstadt Heidenheim aufgrund seiner Vorstrafe (unter anderem Marktmanipulation) als umstritten gilt. Ihn und seine Partner bezeichnen Hornsteiner und Co. als „rücksichtslose Großaktionäre“.

Christof Schnürer

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