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Spielzeug wartet auf die künftigen Bewohner des „Mauganests“: Förderverein-Vorsitzende Stephanie Giefer (l.) und Heimleiterin Christiane Hertkorn präsentieren Bären und Pony.

Kinderheim „Mauganest“ öffnet seine Pforten

Plüschtiere sind da, Kinder kommen bald

Mittenwald - In wenigen Tagen wird das neue heilpädagogische Kinderheim „Mauganest“ in Mittenwald seine Pforten öffnen. Überwältigt zeigt sich Heimleiterin Christiane Hertkorn über die hohe Spendenfreude der Isartaler.

 „Die haben wir alle bekommen“, sagt Christiane Hertkorn und deutet dabei auf eine ganze Reihe von kunterbunten Plüschteddybären, flauschigen Clownfischen oder großen Giraffen. Sie stehen in Reih und Glied auf einem Schrank. Auch der wurde gestiftet. „Wir haben so gut wie das ganze Mobiliar geschenkt gekriegt.“ Die Freude steht ihr ins Gesicht geschrieben, als sie die Treppe in ihrem neuen „Mauganest“ nach oben schreitet. „Hier kommen die kleineren Kinder und Säuglinge unter“, erzählt sie, als sie einen großen, hellen Raum betritt. Es riecht nach frischer Farbe. „Ganz perfekt ist es noch nicht“, meint Hertkorn, als sie auf die noch nicht vorhandenen Kabelleisten am Boden zeigt. „Aber bis zur offiziellen Eröffnung sind nur mehr Kleinigkeiten zu erledigen.“

Vor allem die Brandschutzmaßnahmen sind mittlerweile enorm. Größte Baustelle wird noch die Feuertreppe werden, die sich um die ehemalige Pension „Isarlust“ schlängeln wird. „Das ist das einzig Große, was noch ansteht“. Die Treppe soll im Falle eines Brandes die Kinder und Erwachsenen schnellstmöglich vom ersten und zweiten Stock des Hauses ins Freie bringen. Eine von vielen strengen Brandschutzauflagen, wie die künftige Heimleiterin weiß. Der Mittenwalder Bau- und Umweltausschuss hat die Stiege bereits einhellig abgesegnet. „Jetzt brauchen nur mehr die Bauarbeiten beginnen“.

Im zweiten Stock des neuen heilpädagogische Kinderheims kommen die Mädchen unter. Rosa Barbie-Schlösser und Puppen warten dort bereits auf die ersten Spielkameraden. „Auch hier wurden die Betten gestiftet sowie sämtliche Decken und Überzüge.“ Noch stolzer ist sie, als sie den geräumigen Keller betritt. Dort findet sich gleich ein ganzer Raum mit Kleidung in allen Größen und Farben. Der Förderverein des Heimes „in.puncto ZUKUNFT“ unter der Führung von Stephanie Giefer hat ganze Arbeit geleistet.

In den großzügigen Zimmern leben künftig jeweils drei Kinder und Jugendliche zusammen. Insgesamt 14 Schützlinge können Christiane Hertkorn und ihr Team ab dem 9. Januar in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt in Obhut nehmen. Wie viele Kinder von Beginn an das Mauganest benötigen werden, weiß Hertkorn noch nicht. Sie wird mit ihrer Belegschaft bereits ab dem 2. Januar ihre Arbeit aufnehmen.

Damit verfügt Mittenwald nun über ein heilpädagogisches Kinderheim mit besonderem Konzept (wir berichteten). Der komplette südliche Raum von München ist künftig Einzugsgebiet für eine Kinder-Notaufnahme. Babys und Kleinkinder bis sechs Jahren können im „Mauganest“ unterkommen. Wenn beispielsweise die Eltern drogenrückfällig werden oder psychische Probleme bei der Mutter auftreten. Das Wichtigste dabei ist das „Clearing“. Das heißt: Experten vor Ort erarbeiten, wie es mit dem Kind perspektivisch weitergeht. „Das ist etwas Besonderes“, erklärt Hertkorn. Fachärztlich betreut wird die Einrichtung von Dr. Gerhard Steinberg, Kinderarzt in Mittenwald.

Wer helfen möchte

oder sich für das heilpädagogische Kinderheim interessiert, kann Heimleiterin Christiane Hertkorn unter mail@praxis-hertkorn.de kontaktieren.

Josef Hornsteiner

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