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Klare Position: Martin Bachhuber spricht in Krün auch zum Thema Flüchtlingskrise.

Klares Statement bei CSU-Ortsverband Krün

Bestätigt! Bachhuber will Landtagsabgeordneter bleiben

Krün - Fürs politische Altenteil fühlt sich der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber aus Bad Heilbrunn offenbar zu jung. Bei den Parteifreunden in Krün bestätigte er, 2018 für die CSU ein drittes Mal ins Rennen gehen zu wollen.

Martin Bachhuber war schon mal voller im Gesicht. Wer den hager wirkenden Mann aus Bad Heilbrunn längere Zeit nicht gesehen hat, der sieht ihm die Strapazen der vergangenen Monate förmlich an. Der Herzinfarkt im Juni 2015 hat bei dem CSU-Landtagsabgeordneten sichtbar Spuren hinterlassen. Doch sich aufs politische Altenteil will sich der 60-Jährige noch lange nicht begegeben – auch wenn sich der eine oder andere bei den Schwarzen im Stimmkreis schon im Maximilianeum geshen haben soll. „Ich fühle mich gesundheitlich wieder in blendender Verfassung“, bekundete Bachhuber bei der CSU-Jahresversammlung im Krüner Kurhaus. Mehr noch: „Ich werde mich, wenn es die Basis wünscht, noch einmal für das Amt des Stimmkreisabgeordneten bewerben.“

Bei seinem Besuch im Isartal kehrte Bachhuber den Konservativen heraus, der wie schon Parteivorsitzender Horst Seehofer nicht mit Kritik an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) spart. „Ich schätze sie“, unterstrich der Abgeordnete, „aber ihr alleiniger Beschluss in der Flüchtlingspolitik zur Grenzöffnung mit dem Slogan ,Wir schaffen das‘ wurde bisher nicht widerrufen.“ Was vor allem den bayerischen Regierungschef und seine schwrazen Gefolgsleute im Plenum furchtbar nervt.

In diesem Zusammenhang würdigte Bachhuber das intakte weißblaue Gemeinwesen in dieser weltumwälzenden Frage. „Bayern hat die Krise intern dank guter Gemeinden und vieler ehrenamtlicher Helfer gemeistert.“ Gleichzeitig bemerkt er aber auch, „dass unsere Bürger vermehrt Angst vor einem weiteren Zustrom haben“.

Deshalb gibt’s für den Heilbrunner nur eines: „Wenn EU-Außengrenzen nicht geschützt werden können, dann muss Deutschland seine Grenzen selbst überwachen. Denn es gibt kein Land auf der Welt, in das Flüchtlinge unbegrenzt einreisen können.“ Im Landkreis sei aber eine spürbare Entlastung beim Flüchtlingszustrom durch Österreichs Abschottung erkennbar. „Aber der Deal mit der Türkei ist gefährlich, da er von Europa nicht mitgetragen wird.“

Selbstkritisch und besorgt zeigte sich Bachhuber über die derzeitige Parteipolitik. „Sie wird von der Bevölkerung nicht so recht anerkannt. Wenn hier kein Umdenken erfolgt, werden es die großen Volksparteien CDU/CSU bei der Bundestagswahl schwer haben.“

Wolfgang Kunz

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