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Zuhause für 80 Asylbewerber: das Ferienhaus Mittenwald am Weidenweg. 

Genaue Standorte werden vor Verhandlungs-Ende nicht preisgegeben

Neue Flüchtlingsheime im Isartal: Verträge fehlen noch

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Isartal - Mittenwald soll zum 1. Februar 2016 eine weitere Asylbewerberunterkunft bekommen. Auch auf Wallgauer Flur tut sich etwas. In trockenen Tüchern sind die Verträge aber noch nicht.

Die Prognose der Regierung von Oberbayern für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen steht: 1419 Flüchtlinge werden bis Jahresende zwischen Staffelsee und Karwendel leben. 80 Asylbewerber sind derzeit in Mittenwald, im Ferienhaus am Weidenweg, beheimatet. Dabei soll es nicht bleiben, wie im Kreistag verkündet wurde (wir berichteten). Laut Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bekommt die Marktgemeinde zum 1. Februar 2016 ein zweites Domizil. Um welches Gebäude es geht, darüber schweigen sich sowohl Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU), der in die Verhandlungen nicht involviert ist, als auch die Kreisbehörde aus.

„Bislang ist noch kein Vertrag für eine weitere Unterkunft unterzeichnet worden“, teilt Landratsamts-Sprecher Stephan Scharf mit. Die Verhandlungen dürften aber schon weit fortgeschritten sein. Denn ein Vertragsabschluss könnte ihm zufolge noch in dieser Woche erfolgen. Nur so viel steht fest: Es handelt sich um eine private Unterkunft, die Platz für 25 bis 30 Flüchtlinge bietet.

Mit diesem Zuwachs würde Mittenwald an seiner zu erfüllenden Aufnahmequote von 120 Asylbewerbern kratzen. Für Hornsteiner ein wichtiges Zeichen. „Ich bin ein Verfechter der Solidargemeinschaft“, sagt er. Die Marktgemeinde hätte damit einen Beitrag geleistet. Hornsteiner fordert das auch von den anderen Landkreis-Kommunen, weiß aber, dass sich die Immobilien-Suche oft schwierig gestaltet.

Ein Dilemma, von dem sein Kollege aus Wallgau, Hansjörg Zahler (CSU), ein Lied singen kann. „Wir haben wenige Möglichkeiten“, betont er. Weder Leerstand in der Hotelerie, noch in der Gastronomie. „Wir sind bemüht, aber ich wüsste nicht, wo wir jemanden unterbringen sollten.“ Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz haben dagegen etwas im Auge: einen kleinen Handel. Demnach steht in Obernach (Landkreis Bad Tölz), aber auf Wallgauer Flur, ein Haus für 40 Asylbewerber im Fokus. Genaue Auskünfte kann Scharf nicht geben. Zahler ebensowenig. Deshalb passiert in puncto Ehrenamt noch wenig. Die Gemeinde will erst auf konkrete Infos seitens des Landratsamts warten. „Dann initiieren wir die Gründung eines Helferkreises“, sagt Zahler, „jetzt fehlt noch der Bezug“.

Platzt der Deal der Landkreise, geht das Spiel von vorne los. An seine Wallgauer hat er bereits appelliert, Platz zur Verfügung zu stellen. Doch Speers Satz, der Landkreis sei eine „Insel der Glückseligen“ macht die Sache nicht wirklich leichter, stellt der Bürgermeister klar. „Ein absoluter Wahnsinn.“ Die Aussage vermittle im Bezug auf die Dringlichkeit der Unterkünfte ein falsches Bild beim Bürger.

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