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Ein kleines Refugium zur Entspannung: der Grundriss von „Schlipfers Schwitzstube“.

Baubeginn war schon für April 2016 geplant

Neue Saunalandschaft in Mittenwald: Banken stellen sich quer

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Mittenwald - Verzweiflung. Die kennt Georg Wörnle derzeit all zu gut. Seine Pläne für eine Saunalandschaft in Mittenwald warten nur darauf, umgesetzt zu werden. Doch es fehlt noch die Genehmigung des Landratsamtes – und vor allem das nötige Geld.

Er war schon oft kurz davor aufzugeben. Seine Pläne, eine Saunalandschaft in Mittenwald zu bauen, in die Tonne zu treten. Doch Georg Wörnle erfuhr immer wieder großen Zuspruch von den Mitgliedern seines Fitnessstudios „easyfit-med“ am Mühlenweg. Sie bestärkten ihn in seinem Vorhaben. Trotz der vielen Steine, die ihm in den Weg gelegt wurden. „Die meisten konnte ich wegräumen“, sagt der 52-Jährige. „Ein sehr großer liegt leider noch vor mir.“ Sogar einer, der die Realisierung des 600 000-Euro-Projekts ernsthaft in Gefahr bringt: die Finanzierung. Bereits bei mehreren Banken aus der Region ist er auf Granit gestoßen.

Ratlosigkeit macht sich breit bei Wörnle, der auch ein Studio in Völs (Tirol) und in Bad Reichenhall betreibt. Denn seine monetäre Basis schätzte er als nicht so schlecht ein. Mit Zahlen geht der Einheimische offen um, wie er bei der gut besuchten Mitgliederversammlung am Montagabend im Fitnessstudio deutlich machte. Laut Wörnles Angaben liegt dessen Gebäudewert bei 1,1 Millionen Euro. Deshalb versteht er die Ablehnung der Banken nicht. „Wer kriegt denn dann noch Geld, der keine Immobilie als Grundschuldsicherheit hat?“ Inzwischen hat ihm schon ein Mitglied ein Darlehen angeboten, damit das Projekt „Schlipfers Schwitzstube“, für das das bestehende Gebäude aufgestockt wird, nicht stirbt. Vorsichtig brachte er bei der Versammlung die Gemeinde als Unterstützer ins Spiel. „Ich weiß nicht, inwieweit das möglich wäre.“

Wörnle ist und bleibt überzeugt vom Erfolg seiner Idee. „Das Saunarefugium mit regionalem Bezug“ sei etwas Besonderes  und ein Angebot für Einheimische und Gäste. Klein, aber fein. Bei den Besucherzahlen orientiert er sich an denen des Karwendelbads, das im November 2016 schließt. Der Selbstständige geht im Schnitt von 40 bis 42 Nutzern aus. „Ich glaube, das ist realistisch, die Banken nicht“, sagt er. „Ich hab’s nicht mehr in der Hand.“

Derzeit wartet er auf die Genehmigung des Landratsamtes. Denn eigentlich wollte er schon im April dieses Jahres mit dem Bau starten. Während ihn die Banken derzeit ausbremsen, hofft er, von der Kreisbehörde Grünes Licht zu bekommen.

Das ist geplant

  • Aufstockung auf das bestehende Gebäude, Saunalandschaft mit insgesamt 300 Quadratmetern
  • Zwei Saunakabinen: „Wetterstein-Panorama-Sauna“ (finnisch, 90 bis 100 Grad, stündliche regionale Aufgüsse, z.B. mit Wiesmahd); „Geigenmachersauna“ (Kräutersauna aus Zirbenholz mit hinterleuchtetem Bild, auf dem der Geigenbau erklärt wird; Geigenmusik)
  • Kleiner Gastrobereich mit gesunder Ernährung
  • Gymnastikraum wird zum Multifunktionsraum
  • Rückentherapiezentrum nach Dr. Wolff im Kraftbereich
  • Ruhebereiche: etwa 27 Liegeplätze im Innenbereich, vier bis fünf auf der Dachterasse, Möglichkeit für acht bis zehn Plätze auf einer angedachten Empore, dem „Heustadl“
  • Angedachte Preise: 17 Euro Tageskarte, 15 Euro für etwa drei Stunden

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