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Ein Schild weist auf das Vorhaben hin: Noch ist nichts passiert am Wanderparkplatz im Elmauer Tal. Das Areal soll im Herbst umgestaltet werden.

Untere Naturschutzbehörde hat andere Vorstellungen

Wanderparkplatz Elmau: Umgestaltung im Herbst

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Krün - Der Aufschrei war seinerzeit groß, als der Wanderparkplatz in Elmau im Vorfeld des G7-Gipfels 2015 in eine vollends versiegelte Hubschrauber-Landefläche ummodeliert wurde. Vor allem die Naturschützer schlugen Alarm. Der Asphalt ist längst wieder beseitigt worden. Im Herbst beginnt voraussichtlich die naturnahe Umgestaltung des Areals – ein Jahr später als geplant.

Ein Jahr ist es nun her, dass Obama, Merkel und Co. in Schloss Elmau gastierten. Dank ihres Besuchs wurde auch der Wanderparkplatz oberhalb des ehemaligen Alpenguts Elmau zu einer kleinen Berühmtheit. Selten sorgte ein Areal voll Kies für so viel Aufmerksamkeit, schaffte es sogar in die Schlagzeilen, weil es in einen Hubschrauberlandeplatz für die Staatsoberhäupter umgewandelt werden musste. Ein Auftreten, dass sich in dem idyllischen Kleinod nicht ziemt. Damit sich die Auto-Stellfläche künftig in das Landschaftsbild einpasst, soll sie im Herbst nochmals umgestaltet werden.

Ein notwendiges Vorhaben – schon allein aus ästhetischen Gründen. Das untermauert auch Thomas Schwarzenberger (CSU) „Die Kiesfläche ist optisch nicht das Schönste“, sagt der „G7-Bürgermeister“, zu dem ihn sein Mittenwalder Amtskollege Adolf Hornsteiner (CSU) kürte. Außerdem wollten die Gemeinde Krün sowie die weiteren involvierten Stellen, die Bayerischen Staatsforsten und das Staatliche Bauamt Weilheim, ihr Versprechen einlösen. Sie versicherten 2014, dass nach dem Gipfeltreffen die Asphaltierung der über einen Hektar großen Fläche zurückgebaut und ein benutzerfreundlicher sowie naturnaher Wanderparkplatz angelegt wird.

Ein Teil davon ist bereits geschehen. Gleich nach dem Politspektakel verschwand der Asphalt. „Wir haben ihn rausgefräst“, sagt Bauamtsleiter Michael Kordon. Seither ist viel Zeit ins Land gegangen und das Areal präsentiert sich nach wie vor nicht von seiner Zucker-Seite. „Wir hatten eigentlich schon vor, alles fertig zu haben“, räumt Kordon ein. Ursprünglich war der Startschuss für das Vorhaben bereits im Sommer 2015 vorgesehen. Der chirurgische Eingriff blieb aus, „ist aber nicht gestorben“, betont Schwarzenberger.

Darum geht es nur langsam vorwärts

Für die Verzögerung ist Krüns Rathauschef zufolge die Untere Naturschutzbehörde (UNB) mitverantwortlich. „Sie ist die Handbremse.“ Uneinigkeit herrscht bei der Bepflanzung des Parkplatzes. Wie der Bürgermeister mitteilt, wünscht sich die UNB eine natürliche Entwicklung. Von dieser Variante ist er kein Fan. „Das dauert eine Zeit.“ Für seinen Geschmack deutlich zu lang. Denn das Geld liege bereit.

Einer, der die geplanten Maßnahmen nicht aus den Augen lassen wird, ist Axel Doering, der die Wächterfunktion, die er und seine Kollegen innehaben, als sehr wichtig erachtet. Ohnehin moniert er, dass die zuständigen Stellen vor dem Gipfel nicht gleich ein Gesamt-Konzept in Auftrag gegeben haben. „Jetzt ist das eine Stöpselei, die ich fachlich nicht verstehen kann.“ Der Status quo des Areals gefällt dem Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutz (BN) jedenfalls nicht sonderlich. In diesem Punkt teilt er Schwarzenbergers Meinung. Auch die, Bäume als Schattenspender für die Autos anzubringen.

Axel Doering schlägt Kompromiss-Lösung vor

So manch anderen Einwand der UNB kann der Garmisch-Partenkirchner jedoch nachvollziehen. Zum Beispiel den, die Fläche auf einen Schlag zu bepflanzen. „Das sieht dann aus wie ein Park in der Stadt.“ Er plädiert für einen Kompromiss. Einen Teil zu gestalten, einen Teil seiner natürlichen Entwicklung zu überlassen – frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“.

Derzeit liegen die Pläne – mit Hinblick auf die Entwässerung – zur Genehmigung beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim. „Wir werden nicht alles zupflanzen“, macht Kordon deutlich. Ebenso wenig „alles asphaltieren“. Stattdessen kommt Kiesschotter zum Einsatz. Ziel bei dem Vorhaben ist vor allem, dem Parkplatz eine Struktur zu geben und künftig „wildes Parken“ zu vermeiden. Auch die Bedenken seitens des Naturschutzes will man ernst nehmen. „Wir finden eine verträgliche Lösung.“

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