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Weihnachtsstimmung durch und durch: Emil Fütterer (h.r.) mit den Karwendelchor-Minis und deren Leiterin Margarete Fischer (h.) vor seiner großen Krippe im Garten.

Karwendelchor-Minis besuchen den Hobby-Baumeister

Eine Krippe im XL-Format

Mittenwald - Emil Fütterer baut leidenschaftlich gerne kleine Krippen. Ein Exemplar im XL-Format steht in seinem Garten. 

Egal, wohin der Blick in der kleinen gemütlichen Wohnung von Emil Fütterer schweift, es könnte weihnachtlicher nicht sein. Der Christbaum steht bereits geschmückt im Wohnzimmer, leuchtende Girlanden, kleine Kripperl und Weihnachtskugeln stehen, hängen und liegen überall herum. „Er braucht sowas“, sagt seine Ehefrau Barbara über ihren Gatten und lacht, als sie Kaffee in Weihnachtstassen einschenkt. Die „Jahreszeit“ des Emil Fütterer ist angebrochen.

Das ganze Jahr über basteln die beiden Eheleute in der kleinen Werkstatt im Keller kleine, handliche Krippen. Viele sind so groß wie eine Walnuss-Schale, nur wenige messen mehr als einen Meter. „Diese Miniaturbauweise habe ich aus Südtirol“, erzählt Fütterer. Denn es handelt sich dabei nicht um die klassischen Krippen, wie sie in fast jedem Isartaler Wohnzimmer stehen. Es sind Miniaturkrippen, die er in liebevoller Detailarbeit meist in Lampen und Laternen hineinbaut. „Da in Südtirol die meisten Kinder aus den bäuerlichen Elternhäusern in die Stadt und somit in kleinere Wohnungen ziehen, mussten sie auf handlichere Varianten umsteigen“, erzählt der Hobby-Krippenbauer.

Ein ganz besonderes Exemplar passt aber nicht in seine Werkstatt. Es schmückt seinen Garten. Eine Krippe in Extragröße. Schon von weitem erstrahlen zahllose Lichter in allen erdenklichen Farben. Seit Jahren beginnt er vor dem ersten Advent, diese herzurichten. Manchmal, wenn das Wetter passt, lässt er das Hütterl sogar bis Februar in diesem Gewande. Dort, wo er im Sommer normalerweise sein Holz lagert, stehen über die kalten Monate hinweg also Maria und Josef mit Schafen, Engerl und einer Futtertraufe für das Jesu-Kind. Doch der Heiland, der fehlte noch. Zumindest bis die Karwendelchor-Minis bei ihrem Vorsitzenden vorbeischauten – und das Kindl im Leiterwagerl brachten. Heuer zum ersten Mal. Denn es ist so etwas wie ein Ritual, dass die kleinen Engerl jeden Advents-Freitag an unterschiedlichen Stationen Halt machen.

Fütterer genießt jede Minute, als seine Minis die Figur in der Krippe platzieren und schließlich zu singen beginnen. Ein magischer Weihnachtsmoment. Der Mittenwalder platzt fast vor Stolz angesichts der zahlreichen Besucher und der großen leuchtenden Kinderaugen. Dass er mit seiner Garten-Krippe soviel Begeisterung auslöst, das ist für ihn eigentlich das schönste Geschenk.

Hornsteiner

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