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Haus mit Vergangenheit: Welche Zukunft das ehemalige Postgebäude hat, steht in den Sternen.

Wie geht's mit dem ehemaligen Postgebäude weiter?

Investitionen auf Sparflamme

Mittenwald - Von außen betrachtet, ist nicht viel passiert – im Grunde gar nichts. Dabei gab’s in Mittenwald in puncto Hotel Jägerhof und ehemaliges Postgebäude schon ambitionierte Pläne.

„Die Pläne sind nicht auf Eis gelegt.“ Hildebrecht Braun (71) verfolgt die vor knapp zwei Jahren angekündigte Umstrukturierung des Mittenwalder Jägerhofs – vom Hotel zum Appartement-Haus – nach wie vor. Der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete (1994 bis 2002), der laut eigener Aussage trotz fortgeschrittenen Alters beinahe täglich in einem Münchner Fitness-Studio Gewichte in die Höhe wuchtet, versichert: „Ich stemme es gegenwärtig gut.“ Gemeint ist der laufende Betrieb im Jägerhof, den er 2010 der Familie Brummer für einen sechsstelligen Betrag abgekauft hatte.

Brauns Hauptanliegen war seitdem, dass die 47 Jahre alte Gaststätte mit ihren 45 Zimmern und 95 Betten „nicht an Qualität verliert“. Deshalb steckte der Münchner einiges an Geld ins Interieur. „Fast alle Zimmer haben neue Fußböden.“ Auch der Speiseraum sei modernisiert und das Hotel mit zeitgemäßem Mobiliar ergänzt worden. Hierzu sei eine fünfstellige Summe notwendig gewesen, meint Braun, ohne diese Zahl präzisieren zu wollen.

Doch der große finanzielle Kraftakt – Veräußerung von Wohneinheiten an Privatinvestoren, um damit eine Generalsanierung (Kosten von deutlich über einer Million Euro) realisieren zu können – bleibt vorerst aus.

Während Investitionen im Jägerhof wenigstens auf Sparflamme vonstatten gehen, rührt sich bei einer weiteren wichtigen Immobilie scheinbar wenig: im ehemaligen Postgebäude am Bahnhofsplatz. Dieses denkmalgeschützte, 2000 Quadratmeter große Anwesen aus dem Jahr 1914 wechselte im Sommer 2015 den Eigentümer. Die Investorengruppe um den einstigen Parlamentarischen Staatssekretär Wolfgang Gröbl hatte offenbar die Lust am Objekt verloren und veräußerte sie an eine Künstlerin aus München.

Im Raum steht ein Millionen-Euro-Betrag. Nichts also war’s mit möglichen Personalwohnungen für das künftige Luxushotel in der Nachbarschaft. Doch wie geht’s in der Post weiter? Kein Kommentar von Seiten der Eigentümerin. Auch Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) hat die Frau seit einer Vorstellungsrunde nicht mehr gesehen.

Christof Schnürer

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