Beamten standen vor Haustür - Frau aber in der Arbeit

Mittenwalderin installiert Notruf-App und löst Polizeieinsatz aus

  • schließen

Mittenwald - Ein unglückliches Versehen: Eine Mittenwalderin löste bei der Installation einer Notruf-App  einen Polizei-Einsatz aus. Doch davon bemerkte sie gar nichts. 

Diese Alarmierung hat die Polizei am Mittwoch ganz schön auf Trab gehalten. Und das alles nur, weil einer Mittenwalderin ein Missgeschick am Handy passiert war. Die 31-Jährige hatte eine "Notruf-App" auf ihrem Smartphone installiert und löste durch die falsche Bedienung prompt einen Notruf aus. 

"Emergency", "Brauche Hilfe", "SOS" - diese Informationen kamen schließlich bei einer Freundin der Isartalerin in München an. Die zögerte nicht lange und verständigte daraufhin die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München. Über die Zentrale in Rosenheim wurde die Streife der Kollegen in Mittenwald in die Hoch-/Bahnhofsstraße beordert - den möglichen Aufenthaltsort der Mittenwalderin, die vermeintlich in Not geraten war. 

Wie die Beamten mitteilen, versuchten sie, die Frau auf dem Handy zu erreichen. Es läutete zwar durch, aber niemand hob ab. In der Zwischenzeit hatten die Polizisten die Adresse der 31-Jährigen herausgefunden und fuhren dorthin. Doch auch auf das Klingeln an der Haustür reagierte zunächst niemand. Als der Schlüsseldienst bereits zur Wohnung bestellt war, um Zugang zu verschaffen, ging die Tür schließlich auf. Der Sohn öffnete, die Frau allerdings hielt sich an einem anderen Ort auf - an ihrem Arbeitsplatz in der Hochstraße. 

Dort haben die Polizisten die Isartalerin angetroffen. Wohlauf. Laut Angaben der Inspektion habe sie das Läuten ihres Handys zwar gehört, hob aber nicht ab, weil sie arbeiten musste.  Dass die Mittenwalderin die Anrufe ignorierte, sei Michael Weber zufolge das große Problem gewesen. "Das macht so einen Einsatz natürlich schwierig und zeitaufwendig", sagt der Polizeichef. 

Ob es sich in diesem Fall um die "Notruf-App" handelt, die der Mittenwalder Thomas Schwarz erfunden hat und die seit kurzem erhältlich ist, weiß Weber nicht. Das Kuriose dabei: Der Tagblatt-Bericht über seine Version ist an dem Tag erschienen, an dem die Frau den Alarm ausgelöst hat. Schwarz selbst, der über den Zufall schmunzeln muss, betont aber, dass seine Erfindung nicht in Frage komme, weil sie nach einem anderen Prinzip funktioniert. 

Rubriklistenbild: © dpa symbolbild

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stückls Plan mit dem Passionstheater
Die geplanten Bauarbeiten im Passionstheater werden teurer als gedacht. In der Diskussion um Notwendigkeiten platzte Christian Stückl der Kragen: Er will beantragen, …
Stückls Plan mit dem Passionstheater
Kindergarten Bad Kohlgrub: Ausweich-Lösung zeichnet sich ab
Die Sanierung und der Ausbau des Kindergartens gehören zu den Großprojekten in Bad Kohlgrub. Für die Zeit der Bauarbeiten müssen die Buben und Mädchen woanders betreut …
Kindergarten Bad Kohlgrub: Ausweich-Lösung zeichnet sich ab
Almakademie im Siemens-Kurheim?
Es war ein großer Erfolg, als im November 2014 die bayernweit vierte Almakademie in Eschenlohe eröffnet werden konnte. Die Einrichtung wird gut angenommen. Nun gibt es …
Almakademie im Siemens-Kurheim?
Premiere für die Roller- und Skaternacht in Ohlstadt
Dafür ausgesprochen haben sich die Mitglieder des Kindergemeinderats schon im Herbst, jetzt wird der Wunsch Wirklichkeit. Am Freitag, 21. Juli, feiert in Ohlstadt die …
Premiere für die Roller- und Skaternacht in Ohlstadt

Kommentare