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In den letzten Zügen: Der Aushub auf dem Gelände zwischen Bahnhof, Lagerhausstraße, Wannerweg und Bahngleisen ist nahezu abgeschlossen.

Vorhaben kostet 70 Millionen Euro

Moderne am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof

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Garmisch-Partenkirchen - Alles auf einen Streich: Bis Mitte des Jahres hofft Investor Franz Hummel auf den Bebauungsplan für das Areal am Bahnhof. Liegt der vor, kann der Bau im Herbst beginnen. Östlich der Gleise plant er ein Hostel, eine Kletterhalle und Wohnungen.

Noch läuft der Aushub auf dem Grundstück an der Lagerhausstraße und am Wannerweg. Gut 200 000 Tonnen Material wurden bereits abtransportiert und fachgerecht entsorgt. „Es gab Zeiten, da sind 100 bis 120 Lkw-Ladungen pro Tag weggefahren worden“, erinnert sich Investor Franz Hummel, der auf den insgesamt 30 000 Quadratmetern zwischen Bahnhof, Lagerhausstraße, Wannerweg und Bahngleisen ein Quartier zum „Erleben, Begegnen und Wohnen“, errichten will. Entscheidend für den Garmisch-Partenkirchner Bauträger und seine Mitarbeiter war, dieses Gelände auf einmal freizumachen, um dann loslegen zu können. Während die vorbereitenden Arbeiten bereits seit Monaten laufen „und jetzt in den letzten Zügen sind“, lässt der Bebauungsplan noch auf sich warten. Hummel hofft, diesen Mitte des Jahres auf dem Tisch zu haben, um dann in die Detailplanung zu gehen und parallel die Baugenehmigung zu beantragen. „Liegt die vor, können wir im Herbst beginnen und wären Mitte/Ende 2018 fertig.“

Für Hummel, der seit Jahren Grundstücke in Garmisch-Partenkirchen entwickelt und Häuser baut, ist dieses Objekt etwas ganz besonderes. „Außergewöhnlich“, meint er. „Allein von der Dimension ist es gewaltig. Etwas in der Größe realisieren zu können, ist sicher einmalig bei uns im Ort.“ Auch unter dem Aspekt, dass freie Flächen in der Marktgemeinde absolute Mangelware sind. Dass mit diesem Vorhaben, der erste Abschnitt seiner Pläne rund um den Bahnhof angepackt wird, freut ihn. Positiv, „wenn man Worten Taten folgen lassen kann“. Das Interesse an den Wohnungen, die in diesem Bereich gebaut werden, sei bereits jetzt enorm. „Ich bekomme fast täglich Anrufe von Interessierten. Die warten alle drauf.“ Zwischendurch sei gar schon angezweifelt worden, dass er seine Pläne tatsächlich verwirklicht, erzählt er.

Keine jahrelange Baustelle

70 Millionen Euro steckt Hummel mit seiner FH-Innova GmbH in dieses Vorhaben. Auf der Fläche östlich der Bahngleise will er die ehemalige Güterabfertigung zu einem multifunktionalen Gebäude mit Café und Wohnanteil umbauen. Gleich daneben sollen ein Hostel und eine Kletterhalle entstehen. „Die haben wir noch einmal umgeplant“, sagt Hummel. Nachdem Klettern ein richtiger Wachstumsmarkt ist, haben er und sein Team sich dazu entschlossen. Somit werde allein der Boulderbereich auf circa 500 Quadratmetern untergebracht. „Das entspricht den Dimensionen einer Halle in einer Großstadt.“ Der vordere Teil seines Geländes, der noch durch ein Restaurant und einen Spielplatz ergänzt wird, passt folglich zu den Themen Erleben und Begegnen. Der Wohnbereich wird durch das so genannte Teamresort mit 200 Appartements, etwa für Mitarbeiter der Hotellerie und Gastronomie, sowie 30 Drei-, Vier- und Fünf-Zimmer-Wohnungen für Familien abgedeckt. Für letztere liegt das Belegungsrecht bei der Marktgemeinde – ein Angebot für Menschen, die angesichts der enormen Mietpreise in Garmisch-Partenkirchen auf dem freien Markt nichts finden würden.

Bilder: Die Zukunft am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof

All das will Hummel in einem Streich errichten, „auch um in diesem Bereich nicht jahrelang eine Baustelle zu haben“. Der Aushub dafür ist nahezu geschafft. Begleitet von Fachfirmen ließ er auch die Altlasten entsorgen. Neben Öl aus Zeiten, als die Amerikaner dieses Areal noch genutzt haben, und einem Tanklager waren es vor allem Farbreste und Müll, die im Rahmen der Baggerarbeiten zu Tage kamen. Sobald der Bebauungsplan vorliegt, sind seine Fachplaner gefordert, um die Details für besagte Objekte festzuzurren, mit denen er dann die Genehmigung beantragt. „Ich bin optimistisch, dass wir dieses Projekt gut hinbekommen“, unterstreicht Hummel. Dabei setzt er nicht nur auf den konstruktiven Austausch mit der Gemeinde, sondern auch auf sein „hervorragendes Team“.

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