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Hoch ist der "Wohlfühlfaktor" in einem Moorbad, wie es in Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien üblich ist.

1000 Kurgäste befragt - über 75 Prozent sind "zufrieden" oder "sehr zufrieden"

Studie belegt: Moorbäder sind gesund

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Bad Kohlgrub/Bad Bayersoien - Das gute alte Moorbad ist wie ein Jungbrunnen: Das belegt eine Studie, die von den Ammergauer Alpen in Auftrag gegeben wurde.

Wie Genickschläge trafen viele Kurorte in Bayern die Gesundheitsreformen 1989 und 1997. Zunächst wurden die Kassenzuschüsse für die offenen Badekuren drastisch gesenkt und eine Eigenbeteiligung eingeführt. Dann hatte unter Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU) die Kürzung der Reha-Zeiten und die Anrechnung von Urlaubstagen binnen kurzer Zeit den Verlust von 40 000 Arbeitsplätzen im Kurwesen und die Schließung von 120 Kliniken allein im Jahr 1999 zur Folge. Auch Bad Bayersoien und vor allem Bad Kohlgrub konnten sich dem Gästeschwund nicht entziehen. Bei der Kur mussten neue Wege gegangen werden – mit Yoga, Meditation, Fasten, Ayurveda, Ernährung und so weiter.

Dass jedoch auch das gute alte Moorbad noch zeitgemäß und vor allem gesund ist, wollten die Ammergauer Alpen vor fünf Jahren in Erfahrung bringen und gaben deshalb eine Studie in Auftrag. Jetzt ist das Ergebnis da – und das überrascht: Über drei Viertel aller befragten Gäste, die sich regelmäßig während ihres Aufenthalts in Wannen mit dem alpinen Bergkiefernhochmoor legten, erklärten danach, dass die erhofften Gesundheitsziele erreicht worden seien.

In den beiden Heilbädern waren verschiedene Kurbetriebe unter der wissenschaftlichen Begleitung von Profesor Andre-Michael Beer ausgewählt worden. Sieben Ärzte aus der Region und neun Gastgeberbetriebe im Ammertal wirkten hier mit, und in Screeningbögen und Befragungen machten über 1000 Probanden Angaben – einerseits waren dies die klassischen Kurgäste, andererseits Erholungsurlauber.

Die Auswertung ergab, dass sich das Wohlbefinden sowie die Lebensqualität der Teilnehmer an der Studie während des Aufenthalts gebessert haben. Ein höherer und nachhaltigerer Effekt konnte bei den Kurgästen festgestellt werden. Noch drei Monate nach der Abreise fühlten sich diese immer noch besser als vor der Kur. 92 Prozent aller Gäste gaben an, mit der Behandlung, die sie in den Kurbetrieben in Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien erhielten, sehr zufrieden oder zufrieden gewesen zu sein. 77 Prozent von ihnen erreichten nach der Analyse ihre erhofften Gesundheitsziele. Betrachtet man hier nur die Zielgruppe der Kurgäste, so liegt dieser Wert sogar bei 90 Prozent.

Mit Genugtuung nahm man bei den Ammergauer Alpen das Ergebnis auf. Jasmine Holfeld ist dort als Produktmanagerin für Gesundheit & Wellness zuständig: „Die Auswertungsergebnisse bestätigen, nun wissenschaftlich untermauert: Ein Kuraufenthalt in Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Gastes aus. Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.“ Ein dickbreiiges Moorbad ist also so etwas wie Wellness für’s Herz.

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