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Der Tatort: Andy Bohmbach, Josef Staltmayr, Max Kastner, Tim Regan, Florian Vollmer, Robby Dee, Peter Baumgartner und Morten Lie finden mit Eismeister Johann Schuler und Team-Kapitän Andy Konrad den toten Teamkollegen (Jakob Tögel).

ZDF-Serie "Die Garmisch-Cops"

Mord im Eisstadion: TV-Rollen für SCR-Cracks

Garmisch-Partenkirchen - Tim Regan kann es nicht fassen. Kreidebleich und mit leerem Blick starrt der Eishockey-Profi auf die spiegelglatte Eisfläche im Garmisch-Partenkirchner Eisstadion. Da liegt sein Teamkollege. Regungslos. Tot. Ist aber alles nur gespielt...

„Und Cut.“ Human Barghetes Kommando wirkt wie eine Nadel, die einen Luftballon zum Platzen bringt. Die Spannung ist dahin, die Szene aber im Kasten. Auch Regan kann wieder lachen – über seinen ersten Auftritt im deutschen Fernsehen. Der Kapitän des SC Riessersee und neun Mitspieler standen dieser Tage für eine Folge der ZDF-Serie „Die Garmisch-Cops“ vor der Kamera. Diese Gastrolle gefiel den Zweitliga-Profis richtig gut. „Die Jungs waren begeistert“, sagt Regan. Mehrere Stunden scheuchte Aufnahmeleiter Barghete die Cracks übers Eis, bis selbst der letzte Atemzug saß. „Und das für 2:45 Minuten Film – das ist Wahnsinn“, betont der Chef am Set. Doch genau darum geht es Barghete. Er möchte den rund 3,5 Millionen Zuschauern so viele Facetten der Marktgemeinde wie möglich zeigen. „Und was liegt da näher, als im Eisstadion mit den Spielern zu drehen?“

Für ihren Auftritt heimsten die TV-Amateure jede Menge Lob der Kollegen ein. „Für Laien-Schauspieler haben sie das super gut gemacht“, meint Andy Konrad, der den Team-Kapitän verkörpert. Als filmgerecht darf dagegen getrost die Umsetzung der Eis-Szene bezeichnet werden. Oder warum fährt zum Beispiel gleich zu Trainingsbeginn nochmals der Zamboni über die frisch aufbereitete Eisfläche, während sich Spieler aufwärmen? Der Eishockeyfan schüttelt da nur verwundert den Kopf. So lange allerdings der Gesamteindruck stimmt, lässt sich über solche Kleinigkeiten bereitwillig hinwegschauen.

Apropos Kleinigkeiten: Auf diese legte die fast 50 Mann starke Filmcrew besonders großen Wert. SCR-Manager Ralph Bader musste sämtliche Werbung – egal ob an Schläger, Helm oder Bande – abkleben lassen und sogar extra Trikots in Auftrag geben. „Aus Werbe-Gründen ging das nicht anders.“ Nicht einmal seinen Namen durfte der Traditions-Club behalten. Im Lokal-Krimi heißt der ortsansässige Verein EHC Garmisch statt SC Riessersee. „Trotzdem ist das Projekt eine tolle Werbung für Ort und Verein“, sagt Bader.

Genauso angetan wie der SCR-Boss sind mittlerweile auch seine Spieler. Die ließen sich nicht lange bitten, als Bader anklopfte. „Zehn Freiwillige haben wir schnell zusammen gehabt“, sagt Sebastian Eickmann. Einer könnte sich sogar vorstellen, nach der Karriere ins Filmbusiness einzusteigen. „Ich habe mich erkundigt, was ich dafür können muss“, erzählt Tim Regan. An Highschool und Universität spielte der 39-Jährige bereits mehrere Theaterrollen (darunter auch Julius Cäsar). „Jucken würde es mich.“ Sein erster Auftritt im deutschen Fernsehen war jedenfalls ein gelungener Einstieg.

Andreas Mayr

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