Stammtischbrüder (v. l.): Maximilian Harasser (Helmfried von Lüttichau), Ignaz Grasegger (Andreas Giebel) und Hacklberger (Christian Ruf) diskutieren im Bräustüberl den Mordfall. Foto: br/jürgen Olczyk

Mordsstimmung bei „Föhnlage“ - Heimatkrimi wird am Samstag ausgestrahlt

Garmisch-Partenkirchen - Einige Darsteller aus dem Landkreis sind zu sehen. Sie sind gespannt darauf, wie die Zuschauer auf den Film reagieren.

Die Umrisse eines Körpers, mit weißer Kreide skizziert, sind auf dem Boden zu erkennen. Umgeworfene Stühle und ein rot-weißes Absperrband zeugen außerdem von einem Verbrechens. Diese im altehrwürdigen Festsaal Werdenfels zu sehen, war für Renate Schwaiger, Christian Ruf und Dominikus Kümmerle bei den Dreharbeiten zu „Föhnlage“ ziemlich gewöhnungsbedürftig. An diesem Samstag erleben die Drei, die auch im wirklichen Leben im Kongresshaus arbeiten, diese Gefühle wieder, wenn sie die Ausstrahlung des Heimatkrimis im Bayerischen Fernsehen (Beginn 20.15 Uhr) verfolgen. „Das war ganz eigenartig“, erinnert sich die 49-jährige Grainauerin, die in der Verfilmung von Jörg Maurers Krimi als trauernde Tochter bei Bestattungs-Unternehmer Ignaz Grasegger alias Andreas Giebel auftaucht. Das Haus, in dem sie jede Ecke kennt, plötzlich zum Tatort umfunktioniert zu wissen, „war der absolute Hammer“.

Das Ergebnis des aufwändigen Drehtermins, bei dem letztendlich der Kartenabreißer alias Kümmerle tot von der Decke in den Zuschauerraum fällt, haben die drei Laien-Schauspieler bereits gesehen - beim Filmfest, wo der Heimatkrimi mit dem Bernd-Burgemeister-Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und bei der Heimatpremiere in Garmisch-Partenkirchen. Der Ausstrahlung fiebern sie trotzdem entgegen: „Ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen der Zuschauer“, verrät Kümmerle, der sich beim Casting eigentlich keine Chancen auf eine Rolle ausgerechnet hatte.

Während er und Schwaiger in „Föhnlage“ zum ersten Mal vor der Kamera standen, ist diese Situation für Ruf nichts Neues. „Ich war schon öfter als Statist bei Dreharbeiten dabei“, verrät der 47-jährige Garmisch-Partenkirchner, der wie seine beiden Kollegen zum Ensemble des Bauerntheaters Grainau gehört. „Aber dieses Mal hatte ich meine erste Sprechrolle.“ Neben ihm tauchen übrigens zahlreiche, bekannte Gesichter aus dem Landkreis in dem Film auf. Eine größere Rolle, nämlich die des Friedhofsgärtners hat zudem Christian Jungwirth aus Murnau. (tab)

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