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Herrichten fürs Motorrad-Spektakel: Mitarbeiter des Bauhofs Garmisch-Partenkirchen verlegen Plastikplatten für die Fußgängerwege auf dem Festival-Gelände.

BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen

Vorfreude auf 40 000 Biker

Garmisch-Partenkirchen - Sie zählen zu den Großereignissen im Werdenfelser Land: die BMW-Motorrad Days. Erwartet werden am Wochenende über 40 000 partyfreudige Biker. Sorgen machen sich die Veranstalter dabei nur um das unbeständige Wetter.

Motorenlärm dringt wieder durch die heimischen Straßen: Das sind die ersten Besucher der BMW Motorrad Days. Noch wird zwar auf dem Hausberg-Parkplatz fleißig gewerkelt, gebaut und dekoriert, am kommenden Wochenende bevölkern jedoch wieder Menschen aus aller Welt das Gelände – oder besser gesagt, das Biker-Mekka.

„Wir rechnen mit über 40 000 Leuten“, sagt David Stiehler, Koordinator bei GaPa-Tourismus. „Die Besucher sind schon im ganzen Landkreis und sogar bis nach Tirol untergebacht.“ Kein Wunder – dieses Jahr feiert BMW ja auch seinen 100. Geburtstag. Und den begehen sie von Freitag, 1., bis Sonntag, 3. Juli, mit Motorrad-Begeisterten aus aller Herren Länder. „Die Besucher kommen von überall her. Manche machen mit dem Bike eine Weltreise mit den Motorrad Days als Ziel – viele Australier beispielsweise.“ Sie alle locken die vielfältigen Attraktionen: Produktvorstellungen, Probefahrten, geführte Panorama-Touren in den Alpen, Live-Musik und vor allem jede Menge Gleichgesinnte. „Da sind schon viele Freaks dabei,“ erzählt Stiehler lachend. „Aber im positiven Sinne. Die leben das Ganze.“

Doch nicht nur Bike-Verrückte werden erwartet. Die Stimmung und die Musiker ziehen auch viele einheimische Partygäste an. Ein Höhepunkt ist Byron, ein amerikanischer Sänger, der schon als Live-Vorprogramm der Dire Straits gespielt hat. Für die besondere Atmosphäre tritt er nicht in einem der Zelte, sondern am Lagerfeuer auf – Biker-Romantik vom Feinsten unter dem Hausberg.

Damit diese Stimmung aufkommt, erhält das Festival-Gelände gerade noch den „letzten Feinschliff“. Der Großteil der Zelte steht bereits – obwohl die Wetterlage der vergangenen Wochen problematisch war. „Das war eine große Unsicherheit. Die Wiesen auf dem Gelände konnten wegen des Regens nicht planmäßig gemäht werden.“ Zwar wird alles rechtzeitig fertig, das „Sorgenkind“ bleibt aber das Wetter. Viele Großveranstaltungen sind zuletzt wegen Starkregens oder Gewittern abgebrochen worden, wie das Southside-Festival in Baden-Württemberg. „Klar macht man sich Gedanken, wenn man so etwas hört“, sagt Stiehler. „Falls es wirklich so weit kommt, haben wir genug Hallen, in denen wir die Besucher unterbringen können.“ Außerdem seien die Motorrad-Days ohne Regen nicht die Motorrad-Days: „In den letzten Jahren hat es immer Güsse gegeben. Unsere Gäste sind also erprobt bei Regenwetter.“ Und falls es doch hart auf hart kommt, muss sich kein Festivalgast Sorgen machen: „Mit Polizei und Rotem Kreuz vor Ort haben wir eine große Sicherheit geschaffen.“

Einem gelungenen Biker-Wochenende steht also nichts im Weg. Was für Stiehler den Reiz des Festes ausmacht, sind vor allem die Begegnungen. „Die Vielfalt der Motorräder zeigt auch die Vielfalt der Menschen. Da kommen Leute unterschiedlichsten Alters und Herkunft. Es weht ein frischer Wind.“

Franziska Kiefl

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