Münchner (30) stürzt am Jubiläumsgrat in den Tod

Garmisch-Partenkirchen - Ein Münchner (30) stürzt in den Tod und hinterlässt seine hochschwangere Frau.

Der Münchner Philipp D. (30) ist bei einer Bergtour im Zugspitzgebiet tödlich verunglückt. Das berichtet die tz. Seine hochschwangere Frau hatte am Sonntag die Bergrettung verständigt, die am gestrigen Montag nur noch den Leichnam des werdenden Vaters fand.

Der 30-Jährige, der in München Manager bei einer großen Beratungsfirma war, wollte das gute Wetter am Sonntag zu einer Tour am Jubiläumsgrat nutzen. Der „Jubi“ führt über den Grat zwischen Zugspitze (2962 m) und Hochblassen (2706 m). Die Route gilt als ernstzunehmende hochalpine Tour. Für erfahrene Alpinisten ist die Strecke in sechs bis acht Stunden zu schaffen.

Der Münchner teilte seine Eindrücke während der Tour wohl auch immer wieder mit seiner Frau am Handy. Plötzlich war Philipp D. nicht mehr erreichbar. Immer wieder probierte es seine Frau aus der Wohnung in Solln, doch es antwortete nur noch die Mailbox. In höchster Sorge alarmierte sie um 20.30 Uhr die Bergrettung. Den letzten Handykontakt, so schilderte sie, hätte sie im Bereich der Grieskarscharte gehabt.

Unterstützt von einem Polizeihubschrauber und einem Polizeibergführer rückten sofort Einsatzkräfte der Bergwacht aus. Doch nach einigen Stunden musste die Suche erfolglos abgebrochen werden.

Gegen sieben Uhr früh am Montag setzte die Bergwacht die Suche fort, doch erst vier Stunden später gelang es, den Bergsteiger über sein Handy zu orten. An einer ganz anderen Stelle, im Bereich der Höllentalangerhütte. Vom Hubschrauber aus wurde der Leichnam von Philipp D. schließlich entdeckt.

Wie Anton Vogg, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau der tz schildert, war der Bergsteiger nur noch rund 500 Meter von der Hütte entfernt. „Dort ist das Gelände eigentlich nicht mehr schwierig. Aber in der Nacht und ohne Licht sieht das natürlich anders aus. Der Mann muss sich beim Abstieg wohl verfranzt haben. Er kam etwas vom Weg ab und geriet in ein Waldstück, das voller felsdurchsetzter Abbrüche ist.“ Ein solcher wurde Philipp D. offenbar zum Verhängnis. Er stürzte und zog sich tödliche Kopfverletzungen zu.

jam/wdp

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