SPD Murnau: Letzter Rettungsversuch

Murnau - Der Murnauer SPD-Ortsverein hat einen erneuten Rettungsversuch gestartet, seine vier zerstrittenen Gemeinderäte doch noch zu einer Zusammenarbeit zu bewegen.

In einem Geheimtreffen vor den Weihnachtsfeiertagen schlug der Vorsitzende Stefan Bues eine Regelung vor, wie ein Miteinander der fraktionslosen Sozialdemokraten aussehen könnte. Das Papier ist streng vertraulich, es wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Mittelpunkt stehen nach Tagblatt-Informationen zwei Anliegen. Erstens: Die besagten Mandatsträger Michael Manlik, Elisabeth Hoechner, Hans-Peter Burger und Ernst Ochs sollen sich wieder regelmäßig treffen, beratschlagen und abstimmen. Und zweitens: Mitglieder und Funktionäre des Ortsvereins sollen an diesen Zusammenkünften teilnehmen und zumindest bei den Themen, die in den öffentlichen Teilen der Gemeinderatssitzungen behandelt werden, auch mitdiskutieren.

Bis Mitte Januar haben die Volksvertreter Zeit, sich zu überlegen, ob sie diesem Konzept zustimmen. Ein Insider ist sich sicher: „Das ist die letzte Chance.“ Sollte es nicht gelingen, einen gemeinsamen Nenner zu finden, drohe eine Verschärfung der Krise und eine herbe Niederlage bei der nächsten Kommunalwahl 2014. Denn die SPD-Anhänger dürften es nicht honorieren, dass ihre Partei mehr mit internen Querelen beschäftigt ist als mit der Ortspolitik.

Bues hofft, dass seine Idee angenommen wird - und die Murnauer SPD wieder in einem besseren Licht erscheint. „Seit fast einem Jahr beschäftigen wir uns mit Personen. Wir müssen wieder thematisch wahrgenommen werden“, sagt er. „Es muss weitergehen.“ An interessanten Fragen der Ortsentwicklung mangelt es seiner Ansicht nicht. Er nennt als Beispiele die Zukunft des Molohauses und die Energie-Versorgung. Vor allem die engere Verknüpfung der Gemeinderatsarbeit mit dem Ortsverein sei ihm wichtig. Im Idealfall finde man eine gemeinsame Position, die dann nach außen hin vertreten werde. (as)

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