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Stolz auf ihren Abschluss: (v. l.) Helena Renner, Benedikt Pfluger, Kathrin Neumayr und Magdalena Hausladen. 

Spitzenergebnis am Staffelsee-Gymnasium

Abi 2019 in Murnau: Viermal die Traumnote 1,0

Diese Leistung kann sich sehen lassen: Am Murnauer Staffelsee-Gymnasium haben gleich vier Abiturienten die Traumnote 1,0 geschafft.

Murnau – Über die anspruchsvollen Abituraufgaben, besonders bei der schriftlichen Prüfung in Mathematik, wurde heuer viel debattiert. Auch Magdalena Hausladen, Kathrin Neumayr, Benedikt Pfluger und Helena Renner sind ganz schön ins Schwitzen gekommen, als sie die Aufgaben gesehen und sich an deren Lösung gemacht haben. Dennoch können sich diese vier Abiturienten des Murnauer Staffelsee-Gymnasiums über ein Abiturzeugnis mit der Traumnote 1,0 freuen. Bemerkenswert dabei ist, dass die besten Absolventen gar nicht direkt aus Murnau kommen, sondern aus Obersöchering, Ohlstadt, Spatzenhausen und Uffing.

Ihre Pläne für die Zukunft unterscheiden sich nicht so sehr von denen ihrer Mitschüler. Kathrin möchte Medizin studieren. Am liebsten in München, weil sie gerne hier in der Region lebt auch weiterhin aktiv im Trachtenverein, im Schützenverein und im Jugend- und Blasorchester dabei sein möchte. Helena zieht es erst einmal in die Ferne. Sie will ein Jahr Freiwilligendienst in London machen. Wichtig ist ihr – und das finden auch die anderen – dass sie jetzt erst einmal Zeit für sich hat. Zeit, die eigenen Interessen zu entdecken, Hobbys zu vertiefen. So will Magdalena auch erst einmal ein Jahr lang für sich nutzen, den Führerschein machen, ein Praktikum im Krankenhaus, und vielleicht mit „Work & Travel“ etwas von der Welt sehen. Anschließend möchte sie Medizin in Regensburg studieren. Und Benedikt hatte während der Abiturvorbereitung noch gar nicht so viel Zeit, sich mit dem Studienort genauer zu befassen. Er plant, Physik zu studieren – und das vermutlich in München. „Das Abiturzeugnis allein bedeutet noch nicht viel, nun kommt es darauf an, was wir daraus machen,“ sagt er. „Denn unsere Generation ist es, die jetzt Lösungen für die Probleme unserer Gesellschaft finden muss.“

Das Staffelsee-Gymnasium werden sie sicher vermissen. Sie sind eigentlich immer gerne zur Schule gegangen und haben sich für vieles interessiert. Auf die Frage nach den Lieblingsfächern, sagen sie, es wäre einfacher, die Fächer aufzuzählen, die sich nicht so mochten – denn das sind nicht viele. Besonders dankbar sind sie den Lehrkräften, die sie in den vergangenen Jahren motiviert und inspiriert haben – und natürlich Schulleiter Josef Holzmann, den Magdalena als „die Seele der Schule“ bezeichnet.

Dennoch sehen die vier Besten ihres Jahrgangs die Schulzeit nicht unkritisch. Im kurzen Rückblick fällt ihnen vor allen Dingen der Zeitmangel ein. Es gab so viele interessante Dinge, die man kennenlernen konnte, und dabei hatte man kaum Zeit, sie zu vertiefen. Deshalb begrüßen sie auch sehr die Rückkehr zum G9. „Nach 12 Jahren Schule werden wir ausgespuckt, strömen dann in die Unis und wissen eigentlich noch viel zu wenig vom Leben“, sagt Magdalena. Mehr Selbständigkeit würden sie sich für die Schüler wünschen, mehr Eigenverantwortung und gerne auch etwas mehr Informatik. Schule, da sind sich die drei Absolventen einig, sollte die Schüler zu weltoffenen, toleranten und interessierten Menschen erziehen. Nun, in diesem Fall ist das definitiv geglückt. Und jetzt steht erst einmal das Feiern der Reifezeugnisse an.

Heribert Riesenhuber

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