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Daumen hoch: Die Einser-Abiturienten Nikolas Heinloth (l.) und Tim Schütrumpf können zuversichtlich in die Zukunft gehen. 

Abiturjahrgang 2017: Zweimal Traumnote 1,0 

In jeder Klausur die volle Punktzahl

110 Schüler haben heuer am Murnauer Staffelsee-Gymnasium das Abitur bestanden. Nikolas Heinloth und Tim Schütrumpf schafften die Traumnote 1,0.

MurnauJosef Holzmann, Direktor des Staffelsee-Gymnasiums Murnau, ist stolz auf seine Schüler, denn 110 von 111 Abiturienten haben dieses Jahr ihre Prüfung bestanden. Und das ist noch nicht alles: Der allgemeine Schnitt von 2,27 kann sich sehen lassen. „Wir haben 34 Schüler mit einer Eins vor dem Komma“, verrät Holzmann.

Bei den Absolventen handelt es sich außerdem um einen sehr engagierten Jahrgang. Denn sie beteiligten sich überdurchschnittlich an freiwilligen Aktivitäten außerhalb der normalen Unterrichtszeit – unter anderem an Sport,- Theater- und Musikprojekten. Auch das soziale Engagement war groß. Das und die guten Noten zeigen Holzmann, dass das Gymnasium einen guten Kurs fährt.

Zwei Absolventen präsentieren eine besonders gute Leistung. Mit der Traumnote von 1,0 haben sie ein perfektes Abitur hingelegt. „Die beiden stachen schon in der Vergangenheit besonders hervor“, bestätigt der Direktor. „Es war eigentlich klar, dass sie das Abi mit Bravour meistern.“

Dabei haben Nikolas Heinloth aus Grafenaschau und Tim Schütrumpf aus Murnau nicht mehr gebüffelt als andere. „Wenn ich mir die Dinge zwei-, dreimal durchgelesen habe, sind sie im Kopf“, sagt Schütrumpf. So hat er über die zurückliegenden zwei Jahre hinweg ausnahmslos in jeder Klausur die volle Punktzahl erreicht.

Auch Heinloth tat sich beim Lernen schon immer leicht. Trotzdem hätte es fast im Abi einen Schnitt von 1,1 gegegeben. „Es lief besser als erwartet“, scherzt er, denn auch das wäre eine beachtliche Leistung gewesen. Heinloth blickt auf eine ereignisreiche Schulzeit zurück. Er war einer der Beteiligten an der Alpenüberquerung in römischer Rüstung. „Das war ein tolles Erlebnis, ich würde es jederzeit wieder machen.“ Eigentlich wollte er sich nach der Prüfung ein freies Jahr gönnen, so wie es viele andere tun. Doch er hat sich für das Max-Weber-Stipendium beworben. Das bekommt man nur, wenn man mit dem Studium nahtlos anknüpft. „Und so ein Auslandsaufenthalt ist auch immer ein finanzieller Aufwand. Ich könnte mir das gar nicht leisten“, erklärt er.

Im Oktober will er internationales Management in Regensburg oder Augsburg studieren. „Das ist breit gefächert und eröffnet viele Möglichkeiten.“ Wo genau das Studium hinführen soll, da will sich der 17-Jährige noch nicht festlegen. Außerdem zieht er das eine oder andere Auslandssemester in Betracht.

Auch Schütrumpf weiß mit seinen 18 Jahren schon, wie es weitergehen soll. Für ihn wäre ein Jahr Auszeit ein verlorenes Jahr. Er möchte in München Jura studieren und damit später in den Staatsdienst oder das Auswärtige Amt eintreten. Schütrumpf hat sich ebenfalls für das Max-Weber-Programm beworben. Und darüber hinaus für die Stiftung Maximilianeum. Dort werden pro Jahr bayernweit nur sechs bis acht Plätze vergeben, die Studenten wohnen im Bayerischen Landtag in München und haben Zugang zu exklusiven Zirkeln. Hierfür gelten bei der Auswahl besondere Kriterien. Unter anderem auch rückwirkend die Benotung des Bewerbers in der Q11 und der Q12 und das außerunterrichtliche Engagement. Dies kann er als ehemaliger Schülersprecher und dank seiner sozialen Aktivitäten in der evangelischen Kirche zur Genüge vorweisen.

Für die Stipendien müssen Heinloth und Schütrumpf noch einmal extra Prüfungen ablegen. „Hierfür lerne ich fast mehr als für das Abi selbst“, gesteht Schütrumpf. Deshalb geht das Büffeln für die beiden gleich weiter.

Holzmann wünscht allen Schülern das Beste für ihre Zukunft. Unabhängig davon, ob sie schon Pläne haben oder noch auf der Suche sind. „Ich hoffe, dass sie mit der Basis, die sie an unserer Schule erworben haben, optimistisch und mit Zuversicht in die Zukunft gehen.“

Beate Berger

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