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Zeigen sich im schicken Dress: Die Absolventen der neunten und zehnten Klassen lächeln fürs Abschlussfoto. Anschließend wurde weiter gefeiert.

Christoph-Probst-Mittelschule

Abschluss Christoph-Probst-Mittelschule: Rauf aufs Spielfeld des Lebens

94 Jugendliche der neunten und zehnten Klasse feiern ihren Abschluss in der Turnhalle der Christoph-Probst-Mittelschule in Murnau. Was die Schüler beruflich machen wollen, ist ganz unterschiedlich. Die Möglichkeiten sind jedenfalls vielfältig

Murnau – Richtig schick kamen sie daher. Manche im wallenden Abendkleid und Anzug, andere traditionell im feschen Dirndl oder in Lederhosen. Egal für welchen Modestil sich die Jugendlichen der Christoph-Probst-Mittelschule in Murnau entschieden hatten – ein Strahlen hatten alle im Gesicht. Kein Wunder: Endlich war es soweit. Die 94 Jugendlichen durften ihre Abschlusszeugnisse in der Turnhalle in Empfang nehmen – die offizielle Bestätigung für den Hauptschulabschluss, den Quali oder die Mittlere Reife. „In diesem Papier steckt so mancher Tropfen Schweiß“, betonte Rektor Peter Hälterlein und fügte hinzu: „Auch so manche Auseinandersetzung mit den Eltern, was bestimmt Auswirkungen aufs Familienleben hatte.“ Das Lachen im Publikum nahm er als Bestätigung für die These.

Wie anstrengend die Wochen vor den Prüfungen auch gewesen sein mögen, die Mühen schienen vergessen. In der Turnhalle saßen viele glückliche Eltern mit ihren Kindern. Und Lehrer. „Denn ihr mögt es kaum glauben“, sagte Hälterlein, „aber wir haben Euch die Daumen gedrückt.“ Und das mit Erfolg: „Das Trainingslager ist beendet. Wir entlassen Euch aufs Spielfeld.“

In welchen Positionen die Jugendlichen dort zukünftig weiterspielen werden, ist ganz unterschiedlich. „Einige gehen in die Lehre“, sagte Hälterlein. „Andere besuchen die Fachoberschule, schaffen die Hochschulreife und beginnen vielleicht sogar ein Studium.“ Es muss nicht immer der geradlinige Weg sein, der zum Erfolg führt. Mitunter ist gerade ein Leben mit Umwegen richtig.

Diese Meinung vertrat auch Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). „Worauf kommt’s im Leben an?“, fragte er die Absolventen. Daraufhin teilte er die „bescheidene Sicht eines 50-Jährigen“ zu diesem Thema – also seine. „Es sind die kleinen Dinge, die zählen.“ Für Beuting gehören dazu, „Beziehungen zu pflegen“. Und das, was man macht, mit Leidenschaft und Herzblut auszuüben. „Fehlt das, ist es ein Indiz dafür, einen anderen Weg einzuschlagen“, meinte Beuting. Sein BWL-Studium habe er etwa abgebrochen, um „etwas Gescheites“ zu studieren: Politik – „die Grundausbildung für Taxifahrer“ sagte er scherzhaft. Außerdem gab er den Schülern den Rat, die Umwelt zu schützen, da sie und die nächsten Generationen die Leidtragenden des Klimawandels sind.

Welchen Weg auch die Absolventen einschlagen werden, ihren großen Tag haben sie erst einmal gebührend gefeiert. Und mit ihnen die gesamte Schule. Fünft- und Sechstklässler legten bei der Verabschiedung eine Tanzeinlage ein, Trachtler spielten beim Plattler auf, Anika Schmidt begeisterte als Artistin, die Schulband sorgte mit den Sängern Sonja Ramm und Andy Leppert für Gänsehaut. Anschließend gab’s einen Sektempfang in der Mensa – hier konnten Schüler, Eltern und Lehrer anstoßen.

Magdalena Kratzer

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